Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

[Juni '17]

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Acacia
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Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Acacia » Sa 10. Jun 2017, 12:11

Vollkommen verängstigte und abgehetzt Boten schlugen an diesem Abend an Türen und traten auf Wachen zu. Sie müssten die hohen Herren sprechen. Jetzt. Nein, es gäbe keinen anderen Weg. Es wäre lebenswichtig. Sobald die meist jungen Männer und Frauen vorgelassen würden, sprachen sie eilig und mit schreckensgeweiteten Augen. Irgendwas – oder irgendwer – hatte ihnen fürchterliche Angst eingejagt.

Die Herrin Acacia rufe zu den Waffen. Der Pater habe der Stadt den Krieg erklärt. Er spiele mit Kräften, die er nicht kontrollieren könne und sie klage ihn des Bruchs der Traditionen an. Sie fordere alles stehen und liegen zu lassen und mit Mann und Schwert zur zweiten Stunde der Nacht an der Kreuzung zwischen Maddalena und Borgio Incrociati zu erscheinen um die Stadt vor den Gräueln des Wahnsinns zu bewahren.


An jener Kreuzung, in jener düsteren Nacht zwischen den Bäumen und Büschen der Haine standen und saßen diverse Gestalten. Düstere Schatten in der Finsternis der Nacht, denn eine Fackel trug keiner von ihnen. Hier und da konnte man das blasse Licht einer abgedunkelten Laterne entdecken und doch bemühten sie sich unauffällig zu sein und wenig sichtbar. Einzig zwei Gestalten waren leicht auszumachen, die direkt an der beschriebenen Kreuzung standen. Der eine groß, aufrecht und breitschultrig. Wie immer in Kette und teures Tuch gekleidet, das Schwert an der Seite war er leicht als der Leibwächter Acacias zu erkennen. Sie Gestalt daneben war jedoch unbekannt. Kurzes dunkles Haar wehte im nächtlichen Wind, die Gugel unbeachtet in den Nacken geschoben. Die schlanken, langen Beine steckten in ledernen Hosen und darüber fand sich ein schlichter Wams von guter Qualität. Erst wenn man nahe genug herantrat und jener schlanker Jüngling sich umdrehte, erst dann begriff man, dass man hier die Hüterin höchst selbst in geradezu skandalöser Aufmachung vor sich hatte.
Wir sind wie Eisblumen, wir blühen in der Nacht. Wir sind wie Eisblumen viel zu schön für den Tag.
Wir sind wie Eisblumen, kalt und schwarz ist unsere Macht.
Eisblumen blühen in der Nacht.

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Gaius Marcellus
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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 10. Jun 2017, 13:52

Gaius reagierte direkt, er ließ Ramon zu den Waffen rufen.
"Ramon, ich habe mit Adelchis hart verhandelt, der wichtigste Schritt deiner Rehabilitierung wird sein, dass du den irren Priester Ferrucio niederstreckst und in Starre bringst. Dazu ist auch direkt die Chance gegeben, er hat die Traditionen gebrochen und soll gefasst werden, er hat sich gegen seine Clansschwester versündigt und wird vom Mondsenat gejagt und er greift viele Kainskinder derzeit zugleich ein. Sammle deine Getreuen und eile zur zweiten Stunde der Nacht an die Kreuzung zwischen Maddalena und Borgio Incrocianti. Beeile dich, das ist deine Chance!"

Dann ließ er den Orden zu den Waffen rufen, heute waren sie alle in Eisen. Er ließ auch nach Titus schicken, bat ihn, sollte er nicht rechtzeitig aufmarschieren können die Feste und die Region zu hüten, gab den Festungsschutzbefehl aber auch Roland.

Gaius selbst rief fünf der Zivilisten zu sich und bat sie um ein wenig ihres Blutes, währenddessen zog ein dutzend seiner besten Hüter sich zusammen, sie alle, er eingeschlossen, sahen identisch aus - mehr oder minder zumindest. Nur dass auf seinem Rücken statt einer Armbrust ein anderer Gegenstand in Tüchern eingeschlagen transportiert wurde.

Dann marschierten sie los, der verehrten Schattin zur Hilfe zu eilen.
Die Ritter schritten zielstrebig durch die Nacht und kamen einige Stunden später an die Kreuzung, Gaius selbst nahm seinen Helm ab, als er die verbündeten Truppen erspähen konnte und trat an die Seite der Kainitin.


"Verehrte Hüterin Acacia, seid gegrüßt. Gaius von Genua ist eurem Rufe gefolgt, den Burgfriede und die Gesetze unserer Domäne mit dem Schwerte zu pflegen."
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
er stand auf allen Wegen,
er winkte und er rief nach mir so laut.

Er sprach mein Leben sei verwirkt,
ich sollt mich zu ihm legen,
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut,
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut.

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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Adelchis Diaconus » Sa 10. Jun 2017, 20:57

Als Adelchis die Nachricht seiner Primogena erhielt fluchte er. Was für einen Wahnsinn hatte der Irre jetzt schon wieder fabriziert?
Statt jedoch lange zu fackeln rief er Franco zu sich und befahl ihm zwei seiner Leute in unterschiedliche Zimmer zu setzen und sie dort warten zu lassen.
Danach befahl er seiner Leibwache sich ihre Rüstung anzulegen, ihre Waffen mit sich zu nehmen und vor dem Haus auf ihn zu warten.
In der Zeit bis diese fertig sind nährte er sich von den beiden Männern die Franco ihm zur Verfügung gestellt hatte. Nun sie würden eine Weile nicht arbeiten können, aber überleben würden sie es schon.

Als er seine Vorbereitungen abgeschlossen hatte und seine Leibwache abmarschbereit war liefen sie so schnell es ging zu dem vereinbarten Treffpunkt.
Tatsächlich trafen sie als einer der ersten ein. Nun nicht verwunderlich wenn man bedachte das er einen der kürzesten Wege hatte.
Er tratt an seine Primogena und Gaius der auch noch dort stand heran und grüßte beide Acacia überschwänglich, eher wie eine mehr als gute Freundin und Gaius zurückhaltend aber freundlich und höflich.

Auch weitere hinzukommende würde er freundlich und der Etikette nach grüßen und warten bis Acacia erläutern würde was vorgefallen war und was passieren solle.
Den Status quo gilt es zu erhalten, sonst herrscht die Anarchie.

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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Ilario » So 11. Jun 2017, 15:37

Der Bote wurde empfangen. Das bleiche Wesen das da hinter dem wuchtigen Schreibtisch seine Worte entgegennahm wirkte entrückt, ja gebrochen.
Ilario lauschte dem Ruf zu den Waffen. Er hoffte Acacia wusste was sie da tat, selbst wusste Ilario es nicht. Zu tief saß der Schrecken der letzten Nacht. Die Vorgänge um Ferrucio gaben ihm Rätsel auf, Rätsel die jedoch vor der Erkenntnis verblassten, an der er ungewollt teilgehabt hatte. Gehenna war nah.

Von seinem Wächter liess er sich ein Schwert aushändigen, schließlich rief seine Erstgeborene zu den Waffen und Ilario würde folgen. Auch wenn er es für sinnlos und einen Fehler hielt. Seine Diener hieß der Lasombra zurückzubleiben. Selbst seinen getreuen Mercurio schickte er fort.

Ilario nährte sich, gleichwohl von tiefer Scham erfüllt, von seiner Herde. Dann brach er auf, begab sich eiligen Fußes zu dem angegebenen Treffpunkt.

An der Kreuzung erschien Ilario, die ungewohnt gebeugten Schultern unter Robe und Umhang verborgen und mit einem gepflegten, oft benutztem Schwert gegürtet. Jedem der anderen Anwesenden nickte er respektvoll zu. Dann verneigte er sich leicht vor Acacia und sprach zu dieser. Bleierne Hoffnungslosigkeit in der Stimme:


"Wohlwerte Erste meines Blutes ich bin eurem Ruf gefolgt um zu tun was getan werden muss. Hört jedoch meinen Rat: Überstürzt nichts, wartet ab bis wir genaue Kunde haben wer oder was uns erwartet. Hütet euch vor der Macht der Gläubigen, Gott ist mit Ihnen und unsereins kann ihnen nicht widerstehen.
Wollt ihr wirklich eure Hände, eure Seelen, im Blut heiliger Männer und Frauen baden im Angesicht der Letzten Nächte? Wo doch allein der verderbte Ferrucio unser Ziel sein sollte..."

Zum Glück sprach Ilario so leise, dass nur die Nahestehensten seine Worte hören konnten.
So hatte die Lasombra Ilario noch nie erlebt, bis ins tiefste Mark erschüttert, wo er doch die Schrecken des Abgrunds studierte. Er musste den Teufel geblickt haben... Oder Schlimmeres.
Die Nächte lehren viel, was die Tage niemals wissen.
- persisches Sprichwort

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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Brimir » So 11. Jun 2017, 19:29

Brimir kam nicht. Er war bereits dort. Noch vor Gaius, als wäre er der wahre Schatten der Lasombra-Erstgeborenen. Gerüstet und bewaffnet mit Schild, Einhandaxt und schwerer Kriegsaxt lauerte er auf die Ankömmlinge. Nicht einen Moment ließ der Nordmann auch nur einen von ihnen zwischen sich und Acacia kommen - gleich, ob sie vom Blute Lasombras waren oder nicht. Angespannt lief der Gangrel direkt vor der dunklen Schönheit her, während die Hände sich um den Griff anspannten.

Trotzdem nickte der Nordmann den Ankömmlingen zu.

Während Ilario von den letzten Tagen sprach, grinste Brimir, als wäre genau dies das Ziel der Reise, die ihnen Allen - nicht nur den hier Anwesenden -bevorstand. Und er freute sich darauf.
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Ramon » So 11. Jun 2017, 19:45

Nachdem der Bote von Gaius auch das Lager der Katharer erreicht hatte , begannen auch die Milites de Perfectii damit, sich bereitzumachen. Ramon widmete sich zusammen mit Estephan und Leonardo noch einer kurzen Ceremonia mit der Gemeinde. Ramon fühlte sich gestärkt... die Vitae seiner Geschwister im Glauben würde ihm erneut ermöglichen das unvorstellbare zu vollbringen, sie musste es eigentlich sogar fast, Denn alles andere hätte das Opfer das sie für ihn brachten, und nachdem sie müde auf ihren Schlafmatten zusammensackten nicht gerechtfertigt... auf Kurz oder Lang würde Ramon sich sowieso etwas überlegen müssen.. das Gemeindeleben verlor an Lebhaftigkeit, das merkte er, er würde in den Kommenden Nächten kürzer treten müssen, was er sich jedoch eigentlich wegen dem Nahenden Konflikt nicht leisten konnte.

Als die Ceremonia beendet war meldeten sich Roger und Etienne, die beiden Capitanes hatten die Milites in Marschbereitschaft versetzt, die Pferde waren angebunden und wurden von einem zurückbleibendem Reiter beaufsichtigt. insgesamt bestand ihre Formation also aus 14 Kriegern, 5 davon mit Bögen und leichten Rüstungen, die auch während dem Marsch aus dem Inneren der Formation alles im Auge behielten, die verbliebenden 9 Krieger sicherten die Flanken , mit Schild und Schwert. ihre kampferprobten Gesichter und starken Arme würden jeder Gefahr trotzen, die ins innere der Formation vordringen wollte, wo zwischen Den Bogenschützen Ramon selbst in Begleitung von Etienne , Roger , Leonardo und Estephan schritt.

So setzte sich der Marsch in Bewegung, Ramon erinnerten die Geräusche, die von den Gepanzerten ausgingen an die Zeit in Dominics Kompanie, die Jagd auf die Ventrue machte, die sich gegenüber Karthago versündigt hatten. Heute jedoch würde sein Ziel ein anderes sein... Seite an Seite mit alten Feinden, und Freunden würde er schreiten um den Burgfrieden in Genua herzustellen, der nötig war, um der See der Schatten zu trotzen... es ging nicht darum Konflikte totzuschweigen, sondern es ging darum das richtige zu tun, das war seine erste Pflicht, gegenüber seiner Gemeinde, sich selbst, Sousanna, Gaius, Angelique und der Domäne, Ja es gab wahrlich viele Gründe, die den Brujah fest schreiten ließen.

Der Weg führte die Milites über den Norden in Richtung der Kreuzung, über Trampelpfade und durch Obstgärten in denen Ramon nicht widerstehen konnte, einen Pfirsich an sich zu nehmen, und ihn wie einen Talisman in seiner Hand zu halten. Etwa 50 Meter vor den Gestalten auf der Kreuzung verharrte die Kompanie wie abgemacht, und Ramon begann sich zu weiter zu nähern. Stolz wehte das Kompaniebanner mit Taukreuz und Bär im Wind, Franken und Normannen waren gemeinsam mit Kattalanen gekommen, um Ferrucio dem Urteil der Prinzessin auszuliefern.

Auch Ramon grüßte alle Anwesenden entsprechend ihres Standes, auch wenn er dabei sehr fokussiert wirkte. und stellte dann abschließend noch einen Satz in den Raum.


Die Kompanie wartet auf Anweisungen, welche soll ich geben ?

Zweifel würden den Anwesenden nur bei einer Kleinigkeit am Auftreten des Brujah kommen, Wenn man mit Ramon das Vergnügen gehabt hatte, wirkte es fremd das er offensichtlich bereit war, die Marschrichtung diktiert zu bekommen.
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

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Fabrizio
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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Fabrizio » So 11. Jun 2017, 21:46

Atemlos hatte der Bote Quinto al Mare erreicht und die Tür zur Schänke aufgestoßen...

Fabrizio Aurelio Sizilianus hatte sich direkt erhoben, nachdem ihm die Worte der Hüterin über den Tisch hinweg ängstlich zugeraunt wurden.
Seine Männer bekamen umgehend eindeutige Instruktionen und verließen allesamt die Schänke. Der Kapitän persönlich reichte dem erschöpften Boten einen Becher Wein von seinem Tisch, damit er sich stärken könne.
Der Bote wunderte sich noch, dass er jetzt plötzlich ganz allein im Raum war mit diesem eher angsteinflößenden Kapitän...

Fabrizio starrte ihn durch seine Maske hindurch an, vielmehr starrte er konzentriert in die Schatten hinter dem Menschen...
"Verdammt..." fluchte er leise *1

Dem Boten stellten sich die Nackenhaare auf und er blickte sich etwas verstört um, der Blick blieb dann voller Unveständnis auf dem Kapitän hängen. Unwillkürlich und ungläubig machte der Mensch vorsichtig einen Schritt rückwärts.

Unbeeindruckt starrte Fabrizio weiter in das Nichts der Schatten, aus dem er seine Macht bezog - beziehen wollte... *2
Dann spürte er ein seltsames Kribbeln, einen kühlen bösen Hauch der durch seinen Körper und seine Seele zu ziehen schien.

Der Mensch hingegen sah was passierte, sein Mund stand offen und ein stiller Schrei entfuhr ihm, die Augen waren von äußerstem Schreck geweitet!
Der Schatten Fabrizios dehnte sich für einen Moment schrecklich hinter ihm aus, um dann in gespenstischer Stille zu implodieren in den Lasombra hinein. Als hätte irgendetwas alle Energie des menschlichen Schattens absorbiert, als hätte es ihn ausgesogen und die schale leere Hülle mit der schwarzen Seele des Kainiten unwiederbringlich verschmolzen...

Der Mensch drehte sich pansich um, stieß grellende Schreie aus und lief zur Tür, seiner letzten Rettung!

Noch immer etwas taub und verwirrt bot der Lasombra seinen letzten Willen auf. *3

Gerade als der Mensch die Tür öffnen wollte, schlang sich geradewegs aus dem Nichts ein halbstofflicher Arm aus der Hölle und genau zwischen ihn und die Tür, den Ausgang zuhaltend.
Der Mensch riss an der Tür im adrenalingefluteten Kampf um sein Dasein.
Ein zweites widerliches Tentakel hatte sich direkt hinter ihm emporgewunden und umgriff erbarmungslos seinen Hals...

Während der Mensch begann erbärmlich zu röcheln und sich in die halbstoffliche Masse krallte, tauchte eine grässliche Gestalt mit Reißzähnen und tiefschwarzen Augenhöhlen hinter ihm auf...

Fabrizio trank ihn aus bis auf den letzten Tropfen, einfach nur um seine eigene innere Panik zu betäuben mit dem glorreichen Gefühl des immer langsamer pochenden Blutes.

"Das... war... knapp..." murmelte der Lasombra schließlich, während die Leiche stumpf zu Boden fiel.
Der Kainit ohne Schatten schüttelte sich und setzte wie beiläufig seinen Helm wieder auf, die goldene Maske schimmerte matt im Licht der Lichter die nicht mehr in der Lage waren ihm einen Schatten zu werfen.

"Trotzdem... Danke Acacia. Die Stärkung kam mir gerade recht. Dann also los ans Messerhandwerk..."
Geradezu fröhlich befreit murmelte Fabrizio dies vor sich hin.

Zwei seiner Maskenmänner stürmten hinein.
"Alles... in Ordnung? Capitano?"

Fabrizio Aurelio Sizilianus rümpfte nur die Nase, dann ließ er wenig später seine Männer antreten. Sein erster Befehl lautete die Fackeln abzulegen...

---

*1 Schattenspiele III
[20:32] BOTSidekick: @Fabrizio (René): 5d10 = (2+6+1+10+1)
Kein Erfolg

*2 Schattenspiele III
[20:32] BOTSidekick: @Fabrizio (René): 5d10 = (2+5+1+1+5)
Patzer!

*3 WK Einsatz, dann Schattenspiele III
[21:01] BOTRPBot: @Fabrizio (René) rolled 26. (3 + 9 + 2 + 4 + 8)
2 Erfolge

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Ajax
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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Ajax » Mo 12. Jun 2017, 11:23

Die Nachricht erreichte Ajax schnell. Eine Nachricht die Ajax lachen ließ, eine Tatsache die schon länger nicht mehr vorgekommen war. Leon und der Bote schauten ihn verwirrt an. War der Bote doch noch von Angst verzerrt und war es ein seltener Anblick für Leon.

"Sagt eurer Herrin, das Ajax von Konstantinopel ihrem Ruf mit Freude nachkommen wird und jetzt verschwindet bevor ich mich vor Lust vergesse." dem Boten war erlaubt zu gehen und er nutzte die erste Gelegenheit die sich ihm bot.

Dann wandte sich Ajax an seinen Blutsdiener "Hol mir den Speer, das Schild und die Rüstung. Es ist Zeit in den Krieg zu ziehen, eine glückliche Fügung, muss der wahnsinnige Priester doch schon lange weichen. Du wirst hier bleiben und die Geschäfte überwachen." er ließ sich von Leon die Rüstung anlegen und den Speer sowie den Schild geben. Dann machte er sich auf den Weg, doch zuvor nährte er sich noch an den Gefäßen, lies sie geradeso mit dem was sie noch zum Überleben brauchten*. Er trug auf das sie in den kommenden Nächten besonders gut versorgt werden sollten.

Dann machte er sich auf den Weg. Den schwarzgefärbten korinthischen Helm unter dem Arm und Schild und Speer auf dem Rücken. Ein Mordwerkszeug aus Vollmetall, etwas das ein Sterblicher wohl kaum, selbst mit Zwei Händen, hätte führen können. Ein Krieger aus einer längst vergessenen Zeit. Schon lange war er nicht mehr in den Kampf gezogen, aus dem einen und einzigen Grund des Tötens, doch heute Nacht würde er das Höllenfeuer auf die Feinde der Domäne regnen lassen. Sobald er die Mauern Genuas verlassen hatte zog er den Helm über und verfiel in einen Laufschritt.

Am Kreuzweg angekommen sah er die wartenden. Er verbeugte sich sowohl vor Acacia als auch vor Brimir und Gaius, nickte Ilaro höflich zu und ließ seinen Blick ein paar Momente auf Adelchis verharren bis er sich wieder von ihm abwandte und zu seinem Clansbruder ging um ihn mit dem Kriegergruß zu begrüßen. Anerkennend nickte er ob den Streitern die er versammelt hatte.

"Ihr habt gerufen und ich bin gekommen. Wie lauten die Befehle ?" richtete er das Wort an Acacia. Kurz und prägnant. Es war klar das er heute kein Mann vieler Worte sein würde, stattdessen würde er heute den Stahl für sich sprechen lassen.

*@Ajax (Adrian): 4d10 >=6 f1 = (2 4 9 7, 2 successes) = 2 Wurf zum beherrschen, einen oder zwei nicht komplett auszutrinken.

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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Vergonzo Faro » Mo 12. Jun 2017, 13:44

Die Nachricht erreichte über einen kleinen Umweg auch das kleine verborgene Monster, welches allgemein als Baumeister, Ausgestoßener, Freund, Pater, Buckliger, Entstellter, Kleinwüchsiger oder schlichtweg als Nosferatu bekannt war. Er kam grade von der Jagd als er die Nachricht entzifferte. Gefühlskalt las er sie, schaute hoch zum nächtlichen Himmel. Er hatte nicht viel Zeit also wandte er sich um und erreichte den angegebenen Treffpunkt verdunkelt und rechtzeitig, so hoffte er.

Aus einiger Entfernung sah er die anderen, die scheinbar den selben Ruf bekommen hatten. Kurz bevor er bei ihnen war, ließ er die Verdunkelung fallen, hier konnten nur Kainiten oder Eingeweihte sein, und Schritt hinkend näher.
Der Bucklige sah anders aus als sonst.
Den Kopf gesenkt, die schönen hellblauen und klaren Augen waren blasser und milchig, rot umrandet, der Blick finster und boshaft. Schaute fordernd aus den Höhlen auf die versammelte Gruppe.
Fast das gesamte beulig entstellte Gesicht war blutverschmiert, teils alt teils frisch. Das sonst immer freundliche Gesicht war einer grotesken Fratze gewichen, gleich eines beinahe wahnsinnig gewordenen Harlekins.
Seine Körperhaltung, stets akkurat und mit bedacht gewählt erschien heute als seien alle seine Muskeln zum bersten angespannt und mit Blut gefüllt, was ihn aussehen ließ, als sei er ebenso breit wie groß.
Die Arme befanden sich neben dem Körper leicht angehoben, als hätte er grade noch schwere Steinblöcke stapeln müssen, die Beine standen etwas mehr als Schulterbreit auseinander.
Seine Kleidung war dreckig, dunkel wie die Nacht und verbarg so die Blutflecken, die es beherbergte.
So blieb er vor den anderen stehen und neigte einmal kurz den Kopf als ausreichend respektvolle Begrüßung für alle.

Dennoch, die meisten hier Versammelten waren echte Krieger, der verschiedensten Art. Sie waren groß und massig, gefühlte 2,30m und in ihren Rüstungen und Bewaffnungen waren sie breit wie ein Klostereingang.
Dazwischen wirkte das entstellte 1,50m große Monster wie ein Witz der ihnen als Hohn galt. Doch das Monster wirkte als würde der kleinste Funken reichen das es explodierte, und nur das geübte und geschulte Auge vernahm, das er sich voll unter Kontrolle hatte, entgegen seinem Aussehen.

"Ich grüße euch alle, wohlwerte Krieger Genuas."
Mehr sagte er nicht.

Was glaubte der Verrückte wer er ist, den angeblichen Fluch der auf Vergonzo lag und keiner war, doch zu einem werden zu lassen...
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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Re: Von Kindern, die mit Feuer spielen [Gaius, Ajax, Ilario, Adelchis, Fabrizio, Brimir, Vergonzo, Titus, SL]

Beitrag von Angelique » Mo 12. Jun 2017, 22:02

Angelique musste nicht lange suchen, wollte sie die Posse finden, die sich zusammenrottete.
Eine kleine Streimacht, wie sie nicht von dieser Welt schien.

Sie wollte hingehen, warnen, aber es würde sinnlos sein.
Außerdem war es wieder eine dieser Nächte, wo die Welten verschmolzen. Sie konnte schwer die mundane von der Anderswelt trennen, wenn Dämonen wandelten, deren Schatten Eigenleben führten, der wilde Rabenwolf nach Schwerttau lechzte und Mars selbst eine seiner Statuen zum Leben erweckt haben musste. Der Wahn der Heiligkeit der letzten Nacht ruhte noch drückend auf den Scherben ihrer Spiegelseele und es knirschte und ächzte, wenn des Schicksals schwerer Schritt darauf trat.

Roger und ihre Mannen waren da. Noch weitere Sterbliche. Sie wurde grimmig. Man lud keine Menschen zum Tanz der Toten ein, wenn diese sich nicht zu den Entleibten gesellen sollten!
Wenn die Körperr oder Seelen zerstört würden, wegen dieser Narretei, würde sie ungehalten sein.
Heiler und Ritter, Piraten und Krämer, ein Narrenfest im Jagdgrund der Narren.

Sie hielt sich zurück, hockte nur stumm im Harlekinkostüm auf einem totem Baum. Man mochte sie sehen, lautlose Beobachterin der Geschehnisse, wahre Chronistin der Kainiten, denn nirgends sah man Benedetto.

"Wo mögen die Aufrechten wohl sein in dieser Stunde? Ob Ferrucio alleine steht als Opferlamm... oder doch als Köder für die Jäger."

Diese Worte sollten sie ruhig hören. Vielleicht dachte der eine oder andere ach, in der Kriegskunst so Geschulte, dass in Wahnsinn auch Methode liegen könnte.
"I'm a mighty thesaurus! Rawr!"

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