Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

[Juni '17]

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Ilario
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Ilario » Sa 17. Jun 2017, 22:54

Ilario schwieg, ordnete seine Gedanken und ließ Gaius' zur Ruhe kommen. Das Gespräch schien abzuebben, zu einem Ende zu finden. Doch dann eröffnete der Magister dem Salubri etwas, das ihn vielleicht bewegen mochte. Und falls nicht würde sich daraus für den Lasombra und neuen Vasallen Aurores einiges über den Liktor offenbaren.

"Apropos besondere Eigeninteressen... Ihr seid Liktor. So wie es auch der werte Matteo vom Clan der Rose war. Wisst ihr denn wer jene Kette an Ereignissen in Gang setzte die zu seiner Vernichtung führten? Wer den Liktor Genuas und treuen Vasallen ihrer höchstverehrten Majestät an seine Feinde verriet?"


Er beobachtete nun Gaius Mienenspiel genau. Wusste er es? Hatte er Interesse daran es zu Wissen? Ungeachtet was dies nach sich zöge? Kälte war in Ilarios Stimme und Gesichtszüge gekrochen, besondere Trauer um den Liktor konnte es nicht sein, er hatte diesen nicht gekannt, aber Verrat an Vasallen war kein leichtes Vergehen. Noch dazu wenn so viel auf dem Spiel stand.
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Gaius Marcellus
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » So 18. Jun 2017, 18:47

Gaius hob die Brauen, kurz zitterden jene, die Augen weiteten sich und verengten sich Sekundenbruchteile später. Der Liktor vor ihm war in der Tat überrascht, kurz überwältigt, dann schloss er die Augen... ein Zeichen von Trauer, oder Reue? Anders als Ilario hatte Gaius Matteo geschätzt, vermutlich mehr, als jener ihn, und anders als Ilario war er eng mit ihm verbunden gewesen, dies war zu spüren.

"Nein. Leider weiß ich zu wenig über die Ereignisse... der Liktor Brimir war enger mit Matteo verbandelt, der Liktor Titus und ich kannten ihn noch nicht tiefgehend genug... und selbst über ihn haben wir überhaupt erst Jahre nach der Vernichtung des Matteo von diesem Vorfall erfahren..." Er wirkte fast beschämt. Das nicht so tiefgehende Kennen... es war irgendwie zweischneidig.
"Der infameuse Hoftag der Prinzessin hat die Ereignisse wohl ausgelöst. Was genau zu seiner Vernichtung führte, ob gar Verrat involviert war..." Gaius war hier wohl das erste Mal mit dieser Idee in Kontakt gekommen... "Davon weiß ich nichts. Leider... Ihr könnt euch sicher sein, dass auch mein Zorn auf jene, die es wagen Verrat an der Domäne zu begehen... überraschend ausführlich sein könnte." Grimmig blickte er auf Ilario zurück. Damals war er blind gewesen, heute versuchte er die Augen offen zu halten... nicht mehr blindlings in Verderben und das Verderben seiner Nahestehenden zu rennen.


"Wobei jene Ahnung wohl auch euer Grund war, mich heute aufzusuchen?" Damit führte er den Kreis wieder auf die ersten Fragen des Lasombra... ob er die dazugehörigen Absprachen noch einmal konrketisieren wollte, oder die grobe Assoziierung ihm ausreichte, das Gespräch in die Richtung gar gescheitert war?
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Ilario » Mo 19. Jun 2017, 14:12

"Matteo hatte wohl irgendwas in Mantua zu schaffen, was genau wisst ihr bestimmt besser als ich, wo ihn sein Feind, ein Lasombra mit starker Verbindung nach Mailand, stellte. Was zur Vernichtung des Liktors und Vasallen führte, die genauen Umstände der Tat sind mir nicht bekannt. Was mir allerdings bekannt ist, ist dass Matteo verraten wurde durch eine Venture in Mantua. Eine Person der er wohl törichterweise nicht misstraute und eben jene Kainitin erhielt die Anweisung seinen Aufenthaltsort durchsickern zu lassen an seinen Erzfeind, den Blutvogt Mantuas."

Ilario ließ eine Kunstpause in der er auch sicherstellte, ob der Liktor seinen Worten soweit folgen konnte. Dann fuhr der Magister mit gesenkter Stimme fort, in die sich kalter Hass geschlichen hatte, Hass gespeist aus Äonenalter Rivalität.


"Es war der verehrte Maximinianus der diese Anweisung gab. Er trägt direkte Verantwortung für den endgültigen Tod eines Vasallen und Amtsträgers der Domäne Genua."

Kritisch musterte Ilario einmal mehr den Gastgeber. Wo ein solcher Akt des Verrats einem Anhänger der Via Regalis schon bitter schmecken mochte, wie würde ein Ritter wohl darauf reagieren? Hoffentlich nicht überstürzt...

"Bevor ihr danach fragt: Nein, ich werde keine Anklage erheben. Ihre höchstverehrte Majestät wurde darüber bereits informiert und ich bin sicher sie wird entsprechend reagieren. Solltet ihr jedoch auf eigene Faust Ermittlungen anstellen, verdeckt, solltet ihr vorsichtig sein. Der verehrte Seneschall schreckt vor nichts zurück um den Zielen den Ethruskerbundes zu dienen. Die Ereigniskette, von Matteos Tod in Gang gesetzt, führte dazu, dass Mailand in Bedrängnis geriet und hat die Wahrscheinlichkeit eines Bündnisses zwischen Mailand und Genua sabotiert. Was sich erst durch eine mühsame Reise und noch mühsamere Gespräche wieder etwas verbessern ließ."

Wieder eine kurze Pause.

"Ich bitte euch um euer Wort, darüber Stillschwiegen zu bewahren. Ausgenommen natürlich eure Mitliktoren und ihre höchstverehrte Majestät."
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 19. Jun 2017, 19:54

Gaius lauschte, bis zur ersten Pause waren die Worte des Lasombra gewissermaßen schlüssig und wenig problematisch... dann jedoch kam die Enthüllung des Magisters und Gaius schauderte. Anders als womöglich erwartet sprang er nicht auf, zog keine Klinge und redete Ilario nicht ins gewissen, Anklage zu erheben... sondern verzog die Braue, ungläubig.

Er lehnte sich zurück, wog den Kopf hin und her. Schnaubte schwer und gut vernehmbar.
"Maximinianus soll den Befehl gegeben haben, Matteo zu verraten, um damit Mailand zu diskreditieren, weil wir dann dem mit Mailand assoziierten Blutvogt grollen würden und damit Mailand?
Meint ihr nicht, Matteo, einer der beliebtesten Kainiten dieser Domäne, dessen Erzfeind im Bunde mit Mailand steht, wäre ein formidabler Sprechen gegen Ebenjenes?
Meint ihr nicht, hätte Matteo Erfolg gehabt, wäre ein Bündnis zwischen Mailand und Genua durch die Vernichtung des Blutvogtes sauber verhindert?
Woher habt ihr diese Information... ich werde die Domäne nicht verlassen und euer Wort gegenprüfen... aber so, so ist eure Aussage doch leicht als... vermutliche Täuschung unseres Feindes zu hinterfragen?" Der Groll im Salubri war weiterhin einfach zu erahnen, aber so leicht würde er sich nicht abspeisen lassen.

"Mailand in Bedrängnis gebracht? Der Tod eines Genueser Neugeborenen? Ihr meint die Verbindungen belastet... oder? Gibt es jenen Blutvogt nun eigentlich noch?"
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Ilario » Mo 19. Jun 2017, 22:25

"Es steht mir nicht zu meine Quelle zu nennen, aber die höchstverehrte Aurore dürfte es wissen. Und natürlich könnte es sich um eine Täuschung handeln... doch zum einen hätte man diese Worte dann wohl kaum an mich herangetragen sondern an jemand anderen. Den verehrten Benedetto vielleicht... zum anderen passt alles zu gut für eine Täuschung. Wie ihr sagt war der werte Matteo recht beliebt bei den Kainiten Genuas und ein paar eben dieser Kainiten die ihn wohl schätzten zogen mit dem Segen unserer höchstverehrten Herrin gen Mantua um Rache zu nehmen. Was sie auch taten: Der Blutvogt ist nicht mehr."

Ilario schüttelte sacht das Haupt, fast schon konnte er die Tragik nachempfinden, fast schon Maximinianus niederträchtige Schläue bewundern.

"Eine Entwicklung die der verehrte Maximinianus vorraussah, schließlich kennt er die anderen Kainiten Genuas sehr gut und plante entsprechend. Die Vernichtung des Blutvogts zerstörte den Einfluss Mailands in Mantua und stärkte den Ethruskerbund, während Genua den Verlust eines Vasallen hinnehmen musste. Zudem verschlechterte sich das Verhältnis Mailand - Genua. Dies alles mag der Domäne Genua womöglich sogar nutzen, vor allem aber dienen sie den Interessen des Ethruskerbundes. Was per se nicht verwerflich ist. Auch ich versuche ja in meinen Entscheidungen auch dem Wohl meiner alten Heimat zu dienen... aber meine Loyalität gilt in allererster Linie meiner Lehnsherrin, eine Rote Linie die Maximinianus mit der Vernichtung eines Vasallen überschritten hat. Auch wenn er es nicht persönlich tat."


Seine Verpflichtungen und sein Eid als Vasall waren für Ilario tatsächlich von besonders hoher Bedeutung, allein schon wenn man bedachte was es bedeutete als Lasombra einer Ventrue diesen Eid zu schwören. Jene Maßstäbe legte er dann auch für andere auf der Via Regalis an.
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Mo 19. Jun 2017, 22:37

Gaius nickte...

"Wenn ihr Recht habt... ist eure Einschätzung völlig richtig.
Aber es hängt alles an jener Quelle, vermutlich jener Ventrue, die ganzen Ereignisse könnten auch komplett anders sein, wenn man nur an einer Schraube dreht...
Gegen Maximinianus vorzugehen allerdings zerstört das Bündnis zum Etruskerbund gründlich, seine Ahnen führen diesen immerhin und er war bisher der machtvollste aller Vasallen Ihrer höchst verehrten Majestät... Nicht nur die Etrusker, weitere machtvolle Ventrue hängen an jenem Zipfel... sie abzuschneiden, würde Genua in die Mitte zweier Großmächte werfen." Egal wie der Konflikt dann ausgehen würde... es wäre grausamst.
"Seid ihr euch eurer Quellen so sicher, dass ihr dieses Risiko eingehen wolltet?
Dieses Risiko einer Täuschung, die unsere Domäne komplett ins Chaos stürzen würde... Eine einzelne Quelle, die euch so viel Sicherheit geben kann... wieso sollte der Seneschall sie nicht zum Verstummen gebracht haben? Sizilien sie nicht herbeigeführt haben... womöglich sogar nur Mailand..."
Gaius hegte weiter Zweifel. Große Zweifel. Auch wenn die reine Möglichkeit, dass der Seneschall, ihr Seneschall, der einzige verlässlich wirkende ältere Kainit der ganzen Domäne... ein solcher Verräter wäre... jener Gedanke war schwer zu ertragen, und ebenso schwer abzulegen.

"Was genau ist eure Idee... sucht ihr Kainskinder, die euch helfen, ihn zu stellen? Die Verdachtsmomente zu erhärten? Wartet ihr auf ein Urteil der Prinzessin? Solltet ihr Recht haben..." Dunkelheit war auch im Krieger des Lichtes zu erahnen... und dunkle Vorahnung. Nun wünschte er sich seine Blindheit fast zurück..
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Ilario » Di 20. Jun 2017, 12:22

"Ich denke die Prinzessin wird ihr Urteil fällen beziehungsweise zu einer weisen Entscheidung finden. Derzeit habe ich auch keine Kapazitäten diesen Verdacht zu erhärten und Beweise zu sammeln. Auch will ich gar nicht gegen den verehrten Maximinianus vorgehen, sondern nur warnen. Euch und die anderen Liktoren zu erhöhter Wachsamkeit im Hinblick auf den Seneschall ermuntern. In der Hoffnung weiteren Handlungen die im Sinne der Etrusker und der Person Maximinianus wären, aber nicht im Sinne unserer Lehnsherren und der Domäne, rechtzeitig zu bemerken. Erst wenn ein solcher Fall eintritt, müsste man einschreiten. Wachsamkeit ist jedoch geboten."

Ilario nickte düster zu seinen eigenen Worten, schloss dann seine Hand um einen nahen Schatten und ballte sie zur Faust. Wie feiner Sand aus einem Stundenglas rieselte dieser daraufhin aus seiner geballten Rechten zu Boden.
(Schattenspiele 1)

"Nach dem Krieg jedoch... sind Ermittlungen unumgänglich, es sei denn unsere höchstverehrte Prinzessin geböte uns anderes. Gerechtigkeit mag man in Krisenzeiten aufschieben müssen, danach jedoch... muss Aufklärung geleistet werden"
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 20. Jun 2017, 13:58

Gaius war unruhig geworden, er war aufgestanden, hinter seinem Stuhl einige Schritte hin und hergegangen. Die Worte des Lasombra zeugten zumindest von Geduld, aber die politische Position war immer noch so... kritisch. "Welchen Nutzen könnten die Etrusker ohne uns haben? Ihr Bündnis mit den Tedescii ist doch nur durch die Ventrue vom Hofe der Liebe wirklich so stark, stellten sie sich gegen uns, würden sie die Höfe der Liebe erzürnen, die Tedescii von Italia ablenken und sich selbst den Feinden preisgeben...
Ich verstehe euer Bedenken, dass sie sich gegen einen Bund mit Mailand stellen, ein Nachteil für Mailand, eine Bedrohung für die Lasombra Italiens, die sie für Sizilien aufbringen könnte... aber dass die Etrusker gegen Genua handeln?" Er hob die Braue.

"Und ja, ihr habt in jedem Falle Recht... die Prinzessin möge nur ein Wort sagen, und ich werde dem Klang ihrer Stimme folgen, ob nun gegen die Feinde oder die Verräter... ihr könnt also auf mich zählen."
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Ilario » Di 20. Jun 2017, 14:07

"Wie meint ihr das? Wieso ist der Bund zwischen den Tedescii mit den Etruskern von den Höfen der Liebe abhängig? Eigentlich dachte ich immer, dass es lediglich unserer Lehnsherrin Verbindung zu den fränkischen Ventrue ist, die zwischen einem Einmarsch der germanischen Ventrue oder des Ethruskerbundes steht... Genua soll nach dem Willen der höchstverehrten Prinzessin sicher nicht Vasall Hardestadts werden oder des Bundes der Etrusker."

Vielleicht vermochte ihm Gaius hier ja eine neue Perspektive aufzuzeigen, Ilario war sich nicht sicher wie er dies zu verstehen hatte.
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Re: Hoch wie die Ehre [Gaius, Ilario]

Beitrag von Gaius Marcellus » Di 20. Jun 2017, 14:18

Gaius zögerte, aber seine Quellen waren auch nicht von schlechten Eltern und Ilario hatte sich sehr offen gezeigt... "Meines Wissens nach stehen die drei Gruppen im Bunde, nicht die Höfe der Liebe selbst, aber einige machtvolle Vertreter, unter anderem die höchst verehrte Aurore, auch der höchst verehrte Prinz von Nizza und derartige... der Hof der Liebe, Aurore, kämpft in Südfrankreich gegen den Einfluss eures Clans, sowohl durch die Mauren Hispaniens, als auch gegen die Sizilianer. Wir Genuesen und die Etrusker tun dies in Italia. Und die Tedescii unterstützen beide Kämpfe in irgendwelcher Form... wie man an Korsika sieht. Solange also die Höfe der Liebe und die germanischen Ventrue sich gegenseitig im Gleichgewicht halten, wird es wohl kaum zum internen Bruderkrieg kommen..."
Gaius hob die Schultern, so zumindest machte dieses System Sinn... für die Beteiligten zumindest.

"Ein Verrat der Etrusker würde diese also offen legen... vermutlich würden die Höfe der Liebe sie bestrafen, die Germanen könnten dies als Vorwand nehmen, die Etrusker zu ihrem eigenen Schutze zu schlucken... Ich sehe keinerlei politischen Sinn für die Etrusker nicht mit Genua zusammenzuarbeiten.
Für Mailand hingegen... ist der Grund auch nicht gut, aber zumindest weniger abwegig..."
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