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[Mai '17]

Moderatoren: Toma Ianos Navodeanu, Acacia

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Ramon
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Beitrag von Ramon » Di 23. Mai 2017, 12:21

Ramon machte sich also auf den Weg nach Luccoli nachdem Sirius ihm die Nachricht überbrachte, das Brimir bereit war ihn zu empfangen.
Dunkel war die Nacht und die Bäume des Waldes von Luccoli wippten rhytmisch im Wind, tierisches Rascheln,leuchtende Augenpaare. Kein Wunder das die Landbevölkerung den Wald nicht betrat, es war wahrscheinlich ohnehin besser so.
der Waldgeruch zeugte von unberührter, Wilder Natur , die dem Gangrel so ähnlich schien. „Überleben steht über allem“ erinnerte er sich an Brimirs Worte.Das Gastgeschenk was er gedachte Brimir darzubringen, würde ihm sicher gefallen, wäre es doch in der Lage das Überleben des Waldes zu sichern, wenn auch an anderer Stelle, als man vielleicht vermuten würde.
Ramon schritt festen Schrittes durch den Wald, sich der Gefahr bewusst die abseits der Pfade lauerte… und doch reizte es ihn, eines Tages die Pfade zu verlassen, und ein Spiel mit dem Gangrel zu spielen.
Als er an den Wildschutz gelangte, der Luccoli umgab blieb er beeindruckt stehen und verharrte am Eingang.Abwartend dachte er abwechselnd an den Gangrel, den dreiäugigen Piraten, und an die Schönheiten Genuas, rothaarig, zärtlich, streng und vollbusig, was seinen Blick sicherlich sehr abwesend wirken ließ.

Als er sich aus dieser Starre löste, trat er hervor und sprach eine der Wachen der Siedlung an



„Ich bin Ramon „Il colpo della spada“ und ich bat um ein Treffen mit dem, der über euch wacht. würdest du mir die Ehre erweisen, mich zu ihm zu führen `?“


Was dieses Treffen bringen mochte, das wusste Malkav allein, doch Ramon hoffte das Fundament würde standhalten, und es ihm ermöglichen, den ersten Stein zu setzen.“
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Brimir » Mo 29. Mai 2017, 17:20

Der Mann den Ramon ansprach, wendete sich dem Katharer zu. Er gehörte Augenscheinlich zu den Milizen Luccolis und hob eine Laterne, um Ramon anzusehen. Verwundert über diese seltsame Vorstellung hob er eine Braue und drehte dann den Kopf ins Dorf, bevor er einmal laut pfiff.

"Hee... Paolo! Hier ist jemand, der mit dir sprechen will."

An einem der Häuser saßen drei Männer an einem Feuer. Einer davon - ziemlich junger Bursche für seine Position, aber anscheinend von allen hier akzeptiert - kam herüber.

"Das ist Hauptmann Paolo Armatio. Der Mann, der über Luccoli wacht... und mit ihm... die Miliz."

Der Hauptman musterte Ramon eine Weile und verschränkte die Arme vor der Brust.

"Hier bin ich... und ihr seid?"
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Ramon » Mi 7. Jun 2017, 14:28

Ramon begutachtete den Hauptmann der Wachen und begann sich dann erneut vorzustellen, schien der Hauptmann doch sehr jung für seinen Posten, so schien er seine Männer im Griff zu haben, wirkte muskulös und trainiert im Umgang mit der Waffe die er trug. ein junger Emporkömmling, Pflichtbewusst und bereit sein Dorf zu verteidigen. ein wenig erinnerte es Ramon an seine Tage unter den Menschen, vor dem Überfall auf sein Dorf und der anschließenden Flucht seiner Gemeinde. seine Stimme klang daher wohl respektvoll, aber auch konkret. er würde diesen Menschen keinen Ärger mache wollen, er würde nur an sein Ziel wollen, und das war der Herr des Waldes, Brimir Böggvison.

„Ich bin Ramon „Il colpo della spada“ , ich wünsche euch und euren Mannen eine angenehme Nacht, ich hatte ein Treffen vereinbart, mit einem Nordmann der sich wohl in eurem Dorf, oder manchmal auch im Wald aufhält... kennt ihr einen solchen , und wisst wo er anzutreffen ist ?

Sein Akzent war für den Aufmerksamen Hörer sicherlich zu erkennen, allerdings würde selbt wahrscheinlich ein gebildeter Geist bei der Zuordnung "Südlander" bleiben. Offen, ehrlich und abwartend stand Ramon nun da und beobachtete, erwartete freudig die Antwort. Wie ein Kainit mit dem ihn anvertrauten Menschen umgeht könnte viel über seinen Charakter verraten, und Ramon wollte wirklich alles wissen, was es über seinen Senator unter dem Monde zu wissen gab, ehe er ihm dieses Angebot machte.
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Brimir » Mi 7. Jun 2017, 18:09

Der Hauptmann der Miliz hob eine Braue und schüttelte dann den Kopf.

"Winkinger... Nordleute... dieses räuberische Pack ist zum Glück nur selten hier. Und wenn, dann halten die sich eher im Wald auf. Warum sucht ihr einen von ihnen? Und aussehen tun die eh alle gleich. Aber, wenn ihr nen Namen habt, kann ich mal unter den Meinen rumfragen, ob die euren Nordmann kennen."

Und als dann Brimirs Name fiel, schaute sich der Hauptmann um, um sicher zu stellen, dass sie gerade allein waren.

"Warum sagt ihr das nicht gleich? Man weiß ja nie, wer hier zu wem gehört und wer eingeweiht ist in der Nacht. Aber es war gut, dass ihr nach mir gefragt habt. Die anderen sind nur Lakeien."

Doch Angst vor dem Brujah oder gar vor Brimir schien der Hauptmann nicht zu haben. Ganz im Gegenteil, glänzten seine Augen vor Freude Brimir den Besucher zu bringen.

"Folgt mir... ich führe euch durch den Wald."

Und so geschah es auch. Ramon wurde von Paolo durch den Wald gebracht, bis sie schließlich an einem Höhleneingang ankamen. Zwei Nordleute standen davor und schlugen sich auf die Brust, als der Hauptmann ihnen zunickte. Ein Gang führte dann hinab in die Dunkelheit der Höhle, bis einige Fackeln die Zuschauerplätze einer Arena erhellten und den Blick auf den Gangrel freigaben, der da unten mit sich selbst an der schweren Zweihandaxt trainierte.
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Ramon » Mo 12. Jun 2017, 17:05

Langsam schritt Brimir die Stufen der Arena hinunter, betrachtete die Arena ausgiebig. der Gangrel hatte sich hier eine hübsche Zuflucht errichtet, das konnte man nicht verneinen.. und diese Arena passte zu der ganzen Aufmachung des Kampferprobten Gangrel. Hart, bestimmt, unverziert. So hob er eine Hand zum Gruß, und blieb am Rande der Arena stehen, um den Senator nicht herauszufordern.

Meinen Gruß wohlwerter Senator unter dem Monde, Brimir Bögvisson Ältester vom Clan des Tieres aus der Linie des Sturmrufers, Ich freue mich das ich hergefunden habe, um das Gespräch mit euch zu suchen, Ich habe zweierlei Dinge, die ich mit euch besprechen möchte. ein Gastgeschenk, welches aus Worten besteht, die ich vernahm, und ein Angebot bei dem wir uns hoffentlich handelseinig werden können. Wollen wir uns vielleicht zusammensetzen, aufdass wir dem anderen ein echtes Gegenüber sind ?
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Brimir » Di 13. Jun 2017, 16:41

Die Axt kreiste und schwang um den Körper des Gangrel herum. als wäre sie ein Spielzeug. Wahrscheinlich war sie es in den Augen des Jägers sogar, für den Waffen ganz anderer Natur waren. Keine Erschöpfung war zu erkennen, auf dem freien Oberkörper, der wie das Gesicht auch von Pfauenfedern gezeichnet war. Sie wirkten wie eine Tattoowierung auf dem Leib, jedoch viel natürlicher und... als wären sie natürlich. Ein grandioser Künstler muss dort am Werke gewesen sein. Doch als die Stimme von Ramon erklang stoppte der Nordmann, setzte den Kopf der Waffe auf den Boden und lehnte sich auf den Griff.

"Ich grüße dich Ramon. Warte... ich komme hoch."

Die Waffe blieb zurück und Brimir nahm einen der drei Leitern, die aus dem Käfig der Arena hinauf an den Rand der Zuschauertribühne führte. In etwas Abstand blieb der Nordmann stehen und nickte - wenn auch ein wenig fragend, ob des seltsam klingenden Gastgeschenkes. Aber immerhin schien der Brujah Fortschritte zu machen, was Benimm angeht. Es besteht also Hoffnung. Brimir deutete auf die vorderste Zuschauerreihe und setzte sich dann.

"Ich habe deine Nachricht bekommen... sei mein Gast in dieser Nacht."
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Ramon » Mi 14. Jun 2017, 00:32

beeindruckt, und leicht irritiert aufgrund der Pfauenschmückung setzte Ramon sich in die erste Reihe der Arena und begann freundlich das Wort an Brimir zu richten. Punkt 1, das Gastgeschenk war schonmal gut angekommen, jetzt war er gespannt, wie er auf seinen Überlebenswillen reagierte. vielleicht würde er ihn doch noch soweit bekommen, für ihn Fürsprache zu erheben.

Ich nehme eure Gastfreundschaft dankend an, nun lasst mich euch von einem Ort erzählen, dem Ferregianotal. die Dörfer Vegoli und Zinestedo befinden sich in diesem Tal, werden hauptsächlich von Ziegenhirten bewohnt, das einzig herausstechende Gebäude ist eine Kapelle, zwischen den beiden Dörfern. außerdem fließen die zwei Flüsse durch die Dörfer, die Fischfang ermöglichen. die Umgebung ist nur sporadisch bewaldet, bietet aber einige Gesteinsvorkommen, wie Basalt, und Lehm in größeren Mengen. bei den Beiden Dörfern handelt es
sich, wie ihr sicher wisst um Gebiet, welches Aurore erschließen möchte, um ihre Herrschaft auszubauen.

Soviel zu meinem Gastgeschenk,

Kommen wir nun zu der Lektion, die ihr mir das letzte Mal erteilt habt : es geht um das Überleben.

Ihr habt mehr als klargemacht, das ihr nicht zur Fürsprache für mich bereit seid, mir bleibt nichts anderes übrig als diese Entscheidung zu respektieren.
Ich bin zufrieden mit euch als Mondsenator, und zufrieden bin ich auch mit meiner momentanen Situation in Borgo di Bisagno, nur wird der Platz mit der Zeit nicht größer werden, und Ich will euer Mündel auch nicht dauerhaft mit meiner Anwesenheit belasten. Ich habe daher den Entschluss gefasst, das Ferregianotal zu besiedeln, um den Einfluss der Domäne zu sichern und mir und meiner Gemeinschaft ein Leben zu ermöglichen, ohne Bedrohung der Existenz. Nun kommen wir zu dem Teil, der euch betrifft. Ich kenne keinen Mondsenator, dem ich lieber unterstellt wäre als euch, Brimir. Ich möchte euch also anbieten, euren Einfluss zu mehren. Der Wald von Luccoli leidet unter den Abholzungen ? Ich lasse Baumschulen errichten und ihn aufforsten ! Die Wölfe und anderen Tiere des Waldes finden keine Beute ? Ich werde Ziegen im Wald ansiedeln, sodass sie wieder selbst jagen können. Dies sind nur zwei Beispiele, wie ich das Ferregianotal für uns beide profitabel nutzen kann.
Gegenleistungen kamen mir in den Sinn, um diesen Handel zu besiegeln, allerdings sollen dies nur Vorschläge darstellen, die unsere Verhandlungen einläuten können.

Ihr könntet euch mit der Bitte an die höchstverehrte Aurore wenden, mir das Gastrecht zu gewähren, bis ich die Chance hatte, mich im kommenden Konflikt zu beweisen. Sie kann jeden Schwertarm brauchen den sie kriegen kann, und umso besser die Perspektiven des Schwertes in der Domäne sind, desto loyaler wird es sein. Wobei das Ferregianotal als Teil Genuas schon genug Verpflichtung zur Verteidigung ist . Ich muss außerdem nicht darauf hinweisen, das je länger ich das Ferregianotal für euch halten kann, euer Nutzen wachsen wird. in den verbliebenden Monaten, werde ich wahrscheinlich kaum Bäume zum wachsen bringen, doch was denkt ihr , könnte in 10 Jahren sein ?

Also, was denkt ihr , verehrter Senator unter dem Monde ?
Werden wir eine Einigung finden ?
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Brimir » Mi 14. Jun 2017, 14:56

Brimir lehnte sich zurück und schien überrascht über dieses doch recht ungewöhnliche Gastgeschenk. Doch die Überraschung legte sich, als Ramon seinen Teil des Angebotes mitteilte. Brimir schien durchaus angetan von diesem Vorschlag. Er nickte lächelnd, doch dann... seufzte er, als es um die Gegenleistung ging. Doch er fiel Ramon nicht ins Wort, ließ ihn aussprechen und dachte selbstd ann ncoh weiter darüber nach.

"Mir gefällt der Grundgedanke dieses Handels wirklich. Und wärst du einem anderen Kainiten auf die Füße getreten, so wäre ich ehrlich versucht diese Bitte an Aurore vorzutragen. Aber... ich will dir erklären, was mich bedenklich macht, weil du durch deinen Vorschlag dein Vertrauen in mich beweist und ich dies erwidern möchte. Acacia ist meine engste Verbündete in Genua... dir dabei helfen ihre Strafe zu umgehen... wäre Verat, an ihr... und an mir selbst. Wahrscheinlich dauert unser Bündniss sogar schon länger an, als dein gesamtes bisheriges Leben als Kainit. Wenn heraus kommt, dass ich diese Bitte an Aurore richte, besteht das Risiko, dass das brüchige Haus... und jedes Bündniss zwischen Kainiten ist mehr oder weniger brüchig... zusammenbricht."

Brimir schloss einen langen Moment die Augen und lehnte sich zurück.

"Ich muss also den Wert eines Bündnisses, dass mich schon oft weiter gebracht und mir sogar mein Leben rettete, vergleichen mit einem neuen Bündniss, dass mir Einfluss auf zwei Dörfer bringt, die weit außerhalb von Genua liegen und von dem ich nicht weiß, wie es sich entwickelt. Zumal Aurore schon davon weiß, wie Acacia geurteilt hat und dieses Urteil nicht anzweifelt. Im übrigen ist deine Verbannung die einzige Strafe, die dir droht... Aurore hat, auf das Anraten der Liktoren für eine leichte Strafe hin, davon abgesehen eine härtere Strafe als diese durch zu setzen. Ich habe also meinen Teil unserer ersten Abmachung gehalten. Du hast nicht mehr zu befürchten."

Dabei blickte Brimir den Brujah wieder an. Noch immer wirkte der Nordmann nachdenklich.

"Hast du in den Jahren denn irgendetwas getan, um Adelchis Widergutmachung zu leisten? In irgendeiner Form?"

Es war ehrliches Interesse in dieser Frage zu vernehmen.

"Acacia hat dir eine Möglichkeit geboten selbst wieder in die Stadt zurück kehren zu dürfen. Du solltest versuchen sie zu nutzen, statt sie zu umgehen. Dadurch ziehst du nur noch mehr ihren Groll und den aller Lasombra auf dich... und wahrscheinlich auch ihrer Verbündeten. Hällst du das für den klugsten Weg? Er mag einfacher wirken, aber am Ende ist er steiniger, als der lange Weg bei dem du Adelchis auf deine Seite kriegst."

Dann seufzte Brimir wieder.

"Ich verstehe, dass man seine Heimat... sein Revier... härter verteidigt, als das eines Anderen, der einen nicht willkommen heist. Aber du solltest dennoch nicht damit drohen, als Gast loyaler zu sein. Ich erzähl dir was... ... ich arbeite seit meinem ersten Tag hier in Genua daran von Aurore als Geißel eingesetzt zu werden... ich habe die Bitte schon mehrfach an sie heran getragen und jedes Mal hatte sie Gründe dafür, dass ich es nicht werden kann... zuletzt vernichtete ich einen Traditionsbrecher und wurde dafür vor Gericht gestellt. Sie hatte sogar in Erwägung gezogen mich nachträglich zur Geißel zu machen und so mein Verbrechen zu legitimieren... doch sie tat es nicht... und als ich zum Gericht aus meiner Starre erwachte... ... war jemand eingesetzt worden, der erst so kurz in Genua verweilte... ... und trotz Allem... bin ich ihr loyal... trotz allem... arbeite ich weiter daran Geißel Genuas zu werden."
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Ramon » Mi 14. Jun 2017, 16:03

Ramon lauschte den Ausführungen des mit Federn geschmückten Gangrel , und war sichtlich konzentriert bei der Sache, stutzte jedoch kurz als Brimir wieder anfing über Acacia und ihre Bedürfnisse zu reden, interessanter war dann jedoch die Schilderungen und Fragen zu Adelchis, und die Geschichte über das Amt der Geißel, welches Brimir so sehr begehrte. Ramon begann also abermals zu antworten, bemühte sich diesesmal jedoch ein wenig mehr um Stringenz, damit seine komplexen Gedankengänge verständlich waren.

Eure klaren Worte ehren euch erneut, Brimir. Ich denke jedoch ich habe mich in einigen Punkten undeutlich ausgedrückt.

Ich sagte ja bereits, das ich euer Bündnis zu Acacia zur Kenntniss genommen habe, und es akzeptiere, daher richtete sich mein Angebot auch nicht gegen die Bestrafung der wohlwerten Hüterin, sondern um meinen Verbleib in dieser Domäne. Wie ihr sicher wisst, ist es mir nur noch ein gutes Jahr möglich hier zu verweilen, ohne einen Fürsprecher gefunden zu haben. alles was ich von euch verlange, ist das ihr mit eurer Bitte an Aurore, mir Zeit verschafft, um mich zu bewähren, im Krieg um Genua, weil ich meine Möglichkeit genau dort sehe, und ein Gebiet welches ich als meine sichere Zuflucht nutzen, und für euch kontrollieren und verwalten werde. Wenn euch dieser Handel doch fast reizt, und er offensichtlich sogar dafür sorgt das die Strafe der Hüterin bestehen bleibt, und ich nicht einfach abreise und damit die Wehrhaftigkeit der Domäne weiter herabsetze, denkt noch einmal über mein Angebot nach, ich denke wirklich das es nicht zu eurem Schaden sein wird.

Was eure Frage der Aussöhnung mit Adelchis Diaconus angeht, So kann ich euch sagen das ich bereits mehrfach Verbündete entsandt habe, um mit ihm eine Einigung zu erzielen, doch er scheint bisher nicht sonderlich interessiert, ist schwer aufzusuchen und hält sich meistens in der Nähe der Hüterin auf... so wie ihr, wenn ich das richtig sehe ? fragt ihn doch einmal, was ich schon alles unternommen habe, und erzählt mir bei Zeiten welche meiner Vermittlungsversuche ihn erreicht haben. So kann auch ich prüfen, welcher meiner Verbündeten Wort gehalten hat.

Wenn ihr meine Worte als Drohung versteht, Genua nicht zu verteidigen, so muss ich euch sagen das es sich lediglich um Fakten handelt, wünscht Aurore meine Anwesenheit in Zeiten des Krieges nicht, so werde ich nicht versuchen, gegen ihren Willen in einer Domäne zu verbleiben die von Krieg bedroht ist. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

Ich hoffe ich konnte mich präzisieren, gespannt warte ich auf eure Erwiderung.

gespannt traf es wirklich, Ramon war angespannt, abwartend und grübelnd in eine Denkerpose verfallen die er wahrscheinlich erst nach der Antwort des Gangrel auflösen würde. Er fragte sich soviel, aber vorallem ob sein Plan vielleicht sein sollte, Brimir zur Geißel zu ernennen.
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Re: Stein auf Stein [Brimir]

Beitrag von Brimir » Fr 16. Jun 2017, 10:57

Der Nordmann lauschte den Worten und dachte einige Zeit nach. Dann schüttelte er den Kopf.

"Wenn du mir ins Revier pinkelst, erwarte ich, dass du persönlich bei mir erscheinst... nicht einer deiner Diener, kein Verbündeter... du... denn du hast für dein Fehlverhalten selbst gerade zu stehen. Wenn du mir deine Leute schicken würdest... sähe ich Nichts, als Schwäche. Und ich glaube nicht, dass du Schwach bist... ein wenig unerfahren... ein wenig impulsiv... aber nicht schwach. Rede selbst mit ihm... ich werde nicht der Nächste sein, den du zu Adelchis schickst..."

Brimir verschränkte die Arme vor der Brust und rang offensichtlich mit sich selbst.

"Ich werde Acacia bitten dir Aufschub zu gewähren... auch, wenn es ihr sicher mehr als schwer fällt, wird sie mir diesen Gefallen erbringen. Dann hast du Zeit dich im Krieg zu bewähren... und, wenn du dich gut anstellst... werde ich nochmal darüber nachdenken, für dich zu sprechen. Der Preis dafür wird deine Treue zu mir während des Konfliktes sein... egal, welche Entscheidungen ich treffen werden... ... du wirst mir helfen, dass das Tal in mein Aufgabenbreich als Senator wandern wird... ... und ich werde eines Nachts zu dir kommen und einen Schluck deines Blutes fordern... ohne Fragen... ohne Widerspruch."
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