Federico Augusto Leonardo di Brianza

Das Gefolge der Dunkelheit: Die Männer, Frauen und Monster in den Schatten lauernd und ihre Handlanger.

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Federico Augusto
Nosferatu
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Federico Augusto Leonardo di Brianza

Beitrag von Federico Augusto » So 7. Jan 2018, 18:25

Federico ist eine Abscheulichkeit, in Geist, Charakter und Erscheinung.
Der Fluch Kains hat ihm mit dem Leben auch allen Anschein von Lebendigkeit genommen. Wo die meisten Vampire abgesehen von Kälte und Starrheit eine flüchtige Ähnlichkeit mit einem Menschen zeigen, so bleibt beim Anblick Federico Augusto Leonardos kein Zweifel übrig: Man steht einem Leichnam gegenüber.

Seine Haut ist gelblich und pergamenten. Die Nase ist ihm verrottet oder von Aasfressern verschlungen, die Wangen sind eingefallen und straff über hervorstechende Knochen gespannt. Seine Augen sind trüb und von einem milchigen Film überzogen, der ihnen die Farbe von abgestandener Pisse gibt. Ohrläpchen scheinen ihm ebenso wie Augenlider und Lippen zu fehlen.

Die Stimme, die aus seinem Maul tropft, ist das einzig lebendige an ihm.
Sie ist warm und weich wie die eines alten Vaters oder Schäfers, der mit Geduld und Liebe spricht. Wer die Augen schließt, um sich einen Moment Erholung von diesem Anblick zu verschaffen, mag sich fast in seine Kindheit zurück versetzt finde und an den Pfarrer seiner Kindheit denken. Wenn ihn nicht selbst dann noch ein Gefühl von Verderben umgeben würde, eine ewige und unveränderliche Erinnerung, die selbst die Unsterblichen fürchten.
Es mag der Geruch sein, der ihn umgibt wie die Fliegen.

Selten macht er sich die Mühe, sich unter mehr als einem schwarzen Umhang zu verstecken, wenn er über den Friedhof schleicht. Der verdeckt genug seiner buckligen Gestalt, dass man ihn auf die Ferne mit einem Aussätzigen verwechselt.
Es besteht kein Grund, dass Ihr eure Hände beschmutzt, mein Herr. An meinen klebt genug Dreck für uns beide.