Eine Last zu tragen [Ilario]

[März '17]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 16. Mär 2017, 22:14

"Nun, hoffen wir dass diese Gefahr nicht ihren Weg nach Genua findet." schloss auch der Drache das Thema.

"In gewisser Weise könnte man das so nennen. Der Kuss...das Blut meines Clans gab mir die Möglichkeit so zu werden." Erklärte das Wesen Stolz und schien keineswegs gekränkt. Im Gegenteil richtete es sich noch mehr auf und präsentierte sich.
"Im Clan aufgenommen zu werden, war der bedeutsamste Moment meiner Leben. Eine Ehre und eine Bestimmung! Mein Blut zeigte mir wer ich wirklich bin, befreite mich und leitet mich."
gab er voller leidenschaftlicher Überzeugung wieder. Dies war sein wahres Ich und egal wie viel Schmerz er ertragen musste um es sich zu verdienen, er war bereit es in Kauf zu nehmen.

"Was ist die eure? Eure Bestimmung? Was sah euer Erzeuger in euch, dass er euch den Kuss schenkte?"
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Ilario » So 19. Mär 2017, 07:33

Der Lasombra nickte zustimmend, wenn auch sicherlich auf völlig andere Weise, war es bei ihm sehr ähnlich.

"Mein hochverehrter Erzeuger sah in mir... Potential. Im Unleben setze ich, wenn auch mit anderen und geeigneteren Mitteln, fort was ich zu Lebzeiten tat. Geheimnisse und Mysterien sind es die mich faszinieren. Der hochverehrte Lucius Valerius Galba sah einen verwandten, wenn auch sehr viel jüngeren, Geist. Mein Erbe ist ein weniger stoffliches als das eure, aber auch in meinem Fall war es der bedeutsamste Moment meiner Existenz als ich in die Nacht und in meinen Clan geholt wurde."

Ein Moment verstrich, ehe Ilario ihn zu einer Gegenfrage nutzte.


"Was war es denn was euer Erzeuger in euch sah? Ich kann mir vorstellen die Drachen wählen ihre Kinder nach anderen Kriterien als die Schatten."
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 19. Mär 2017, 11:44

"Geheimnisse...Mysterien...Ihr seid ein Sucher nach verborgenem?" Der Drache schien sehr erfreut.
"Ärgert es euch da nicht, dass ihr diesem Geheimnis in eurer Heimat nicht auf die Spur gehen könnt?"

"Auch ich bin stets auf der Suche nach Erkenntnissen, nach Neuem und nützlichen. Doch gänzlich anderen als ihr. Das ist es wohl was mein Erzeuger in mir sah. Das Streben nach mehr. Dazu eine gewisse Bereitschaft zum Wagnis und...Talent." Der Tzimsice grinste breit und raubtierhaft.
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Ilario » Mo 20. Mär 2017, 10:07

Ilario nickte langsam, ja dem war wohl so. Er war ein Sucher nach verborgenem Wissen.

"Natürlich ärgert es mich in gewisser Weise und doch bin ich mir im Klaren darüber, dass es Geheimnisse gibt die aufzudecken viel zu gefährlich wäre."


Er musterte den Tzimisce mit anderen Augen, als würde er dessen Gestalt und den Geist dahinter neu bewerten. Ein positiveres Bild zeichnete sich ab.


"Dieses Streben, wonach auch immer, Wagnis und Talent... ohne diese Eigenschaften wird man auch nicht in das Blut der Schatten geholt. Bei allen Unterschieden haben wir doch auch einiges gemein wie es scheint."
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 21. Mär 2017, 10:45

"Ich fände es auch bedauerlich, wenn ein Kind ohne jegliches Talent oder Nutzen ausgewählt werden würde. Egal für welches Blut. Ist es doch eine Gabe, ein Geschenk, das nur den Würdigen zu steht. Leider scheinen die Interpretationen da bei einigen Clans auseinander zu gehen." erwiderte Toma und dachte an Sousanna.

"Habt Ihr schon einen Plan wo ihr euch in der Stadt niederlassen wollt? Habt ihr euch die Sesterie bereits angesehen?" wechselte er das Thema, interessiert wo er den neuen Lasombra wohl in Zukunft wieder finden würde.
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Ilario » Mi 22. Mär 2017, 09:44

"Ein Unterschied der sich wohl bei den niederen Clans eher findet, als bei den unseren."

Bedauerlich. Ilario schüttelte sacht sein Haupt. Natürlich musste man den Einzelfall betrachten, Ausfälle gab es immer, auch bei den Hohen Clans kam es vor dass der Kuss beispielsweise aus Leidenschaft weitergegeben wurde...


"Mascharana wurde mir als schön ruhig nahegelegt, aber auch Domus hier oder das etwas lebhaftere Ravecca kämen wohl in Frage. Würdet ihr mir denn ein bestimmtes Siestri empfehlen?
Wenn ich mich niedergelassen habe werde ich es euch wissen lassen. Es wäre mir eine Freude euch eure Gastfreundschaft zu erwidern."
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mi 22. Mär 2017, 23:42

"Nun bisher habe ich keine genaue Übersicht darüber, aber mir scheint, ihr könntet recht haben." erwiderte der Drache auf Ilarios Meinung der niederen Clans betreffend.

"Ja Domus ist recht beschaulich. Ruhig genug, dass man sich als Kainit nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, doch noch belebt genug, dass man auch Nahrung findet und sich betätgen kann." erklärte der Drache.

"Mascharana ist mir leider nicht sehr bekannt. Da es weiter entfernt gelegen ist von hier, doch wohnen da wohl die wohlhabenderen Bürger und Kainiten. Es wird dort verstärkt auf Sicherheit geachtet, dafür sind aber auch die Gebäude entsprechend standhaft und ansehnlicher. Domus besteht ja im Gegensatz größtenteils aus Holzhütten und -häuschen.

Broglio ist etwas unruhiger. Banden und Kriminelle. Und der nördliche Teil wird von meiner Clansschwester Melissa verwaltet. Wenn ihr dorthin wollt, solltet ihr euch mit ihr arrangieren.
Von der Hüterin habt ihr ja sicherlich auch von den anderen Gebieten in der Stadt erfahren? Dass ein anderer Teil Broglios der Geißel als Jagdgebiet dient? Auch Platealonga fällt damit wohl eher weg und Clavicula.

Und Ravecca ist ein belebteres Sesterie, da habt ihr recht. Viele Menschen, viele Bettler, aber auch mehr Platz."


"Woran ist euch denn so gelegen? Ist euch als Wissenssucher mehr nach Abgeschiedenheit oder doch die Nähe zu den Menschen? An was forscht ihr denn gemeinhin?
" fragte er zum Abschluss sichtlich neugierig.
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Ilario » Sa 25. Mär 2017, 06:53

"Hm, Banden, Kriminelle und Bettler wären nicht ganz das was ich als Umgebung suche. Die Zeit wird zeigen wohin genau es mich verschlägt."

Mascharana oder Domus klangen recht vielversprechend, aber vieles lag an den genauen Umständen. Als der Tzminsce dann nach Ilarios Forschungen fragte, blickte dieser ihn einen langen Moment abwägend an.

"Mich interessieren viele Themengebiete, zum Beispiel auch die theologischen Fragen unserer Existenz und die verschiedenen Wege die wir beschreiten, aber auch okkultere Wissensbereiche. Speziell beschäftigen mich die Zusammenhänge um die Dunkeln Gaben die Kain den meinen gab.
Wenn ihr die Frage gestattet, gibt es etwas das euren Geist ebenso antreibt?"
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 26. Mär 2017, 14:49

Toma nickte auf Ilarios Bemerkung und lauschte mit großen Augen den Ausführungen des Schattengelehrten.
Euphorisch legte er auch sein Streben dar.

"Ich strebe einfach nach Verbesserung. Nach der perfekten Form meiner Selbst und der Schaffung von neuem und sinnvollen. Ein Nutzen schaffen, wo vorher keiner war, das ist mein Ansinnen. Daher interessiert mich unter anderem wo die Unterschiede zwischen uns und den Menschen liegen. Welchen Weg werden wir einmal beschreiten? Was wird aus uns werden?" fragte er rethorisch und schaute Ilario mit dem Ausdruck großer Neugier und Verzückung an.
"Eure Fragen zu unserer Existenz würden mich ebenso interessieren."
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Re: Eine Last zu tragen [Ilario]

Beitrag von Ilario » Mi 29. Mär 2017, 09:55

"Eure Fragestellung... überaus faszinierend. Manche Ältere meines Blutes, so heisst es jedenfalls, können die Körperlichkeit hinter sich lassen. Ebenfalls wohl eine Art der Veränderung, ein hinter sich lassen der Grenzen der ursprünglichen Form.
Ich hoffe in Genua noch andere, verwandte wie wissensdurstige Geister zu finden um den Fragen unserer Existenz und unseres Ursprungs nachzugehen. Vielleicht findet sich in Zukunft die Möglichkeit einen kleinen Zirkel zu schaffen, der dem Austausch in solchen Dingen dient."


Der Lasombra war sich völlig klar darüber, dass er selbst und jeder andere kainitsche Gelehrte über Wissen verfügte, das er nicht weitergeben durfte oder wollte, doch abseits davon gäbe es sicher viel weiteres Wissen, der Forschung dienlich.
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