Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

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Brimir
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Brimir » Fr 12. Mai 2017, 12:23

Brimir schaute mit roten Augen zu den drei anderen Liktoren vor Ort und nickte dann in die Dunkelheit.

"Eine Frage für jeden von uns... ... soll mir Recht sein."

Jedoch gar er durchaus den anderen die Option das Ganze zu verweigern.
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Gaius Marcellus
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 13. Mai 2017, 22:46

Auch Gaius widersprach nicht, nickte nur grimmig. Er war sehr neugierig auf die Antworten, aber auch auf die Fragen des Nosferatu... und was er über seine Clansschwester zu sagen hatte.
Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt,
er stand auf allen Wegen,
er winkte und er rief nach mir so laut.

Er sprach mein Leben sei verwirkt,
ich sollt mich zu ihm legen,
ein frühes Grab sei längst für mich gebaut,
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Il Canzoniere » Fr 19. Mai 2017, 22:19

Nachdem die anderen beiden eingewilligt hatten gab es eine kurze Pause. Offenbar gab sich der Nosferatu damit zufrieden das sie die Gefallen selbst übernahmen. Oder es war ihm schlichtweg egal. Ein Knacken, wie von einem dünnen Hühnerknochen ertönte als er irgendeinen kleinen ausgbleichten Knochen unter einer seiner Extremitäten zermalmte während er offenbar sein Gewicht verlagerte. Das ächzen das er dabei von sich gab klang mitleiderregend. Sie alle hätte ihr Fluch auch schlimmer treffen können wurde ihnen klar.

Dann ertönte ein weiteres Mal die heisere Stimme ihres Gastgebers: "Also gut. Clan Nosferatu kann euch mitteilen das Richard noch lebt und putzmunter ist. Ist sogar gar nicht weit weg. Er hat an der Eroberung von Pavia im vorletzten Jahr teilgenommen. Dort befindet er sich auch aktuell. Und ich vermute das er da auch noch eine Weile bleiben wird."

Ein kurzes, intensives, aber kräftiges Husten ließ einige Katzen auseinanderstoben, dann fuhr er fort als ob nichts gewesen sei: "Zu Rennard kann ich sagen das er ziemlich abrupt verschwunden ist. Er hat sogar seine Diener und seine Apotheke in Ravecca einfach so zurückgelassen. Seine Leute dort müssen zeitweise wirklich durstig gewesen sein. In einer anderen Domäne wurde er aber auch nicht gesehen, zumindest in keiner in der er bekannte Freunde hatte. Sein Erzeuger stellt außerdem Fragen an die dortigen Nosferatu. Es scheint als habe Rennard nicht wie versprochen regelmässig nach Hause geschrieben... Das sind aber alles Dinge die Augustus nicht vorweisen konnte oder? Seine eigenen Leute haben ihn verraten und verstoßen. Es heißt er sei nach Osten aufgebrochen. Mehr wissen wir allerdings auch nicht."

"Was Phosoa angeht: der Seneschall hat sie nach Korsika geschickt, wo sie die Lage für Genua auskundschaften soll oder so einen Mist. Naja zumindest ist es das was er der Prinzessin erzählt hat, nehme ich an. Was eigentlich dahinter steckt ist ne ganze Ecke brisanter schätze ich: Maximinianus Urgroßerzeuger sitzt im etruskischen Voltumna, dem Erstgeborenenrat des ganzen Paktes. Wir vermuten das er von dort Informationen über die norditalienischen Lasombradomänen gesteckt bekommt, die er über Korsika und Phosoa an ihren Brieffreund Richard weiterleitet. Was auch der Grund sein dürfte das der Krieg momentan so gut für die Deutschen läuft. Die untereinander zu Tode zerstrittenen Magister können sich einfach nicht vorstellen das den Ventrue absolut egal ist wer regiert - solange sie irgendwie mit ihm verwandt sind." er stockte auf einmal, so als ob er sie darauf hinweisen wolle was das für ein Leckerbissen war den er hier für sie hatte. "Im Gegenzug nehme ich an das er sie großzügig mit irgendwas bezahlt vermutlich weitere Erkenntnisse die er über die Etrusker ranschafft - und ihr Furfur vom Leibe hält. Da kann ich aber nur spekulieren, die Salubri ist.... ziemlich undurchsichtig."

Eine kurze Pause machte deutlich das dies die über seine Aussage hinausgehenden Informationen zu Brimirs zweiter Fragen gewesen waren. Dann kam er zu dessen ersten Punkt zurück: "Was Benedetto angeht: der kennt keine Skrupel. Die Geschichte wieso er überhaupt hier in die Stadt gekommen ist all die Jahre geheim zu halten war das schlauste was er machen konnte: Kommt hier her und macht einen auf Botschafter und Abgesandten...pah. Das hier ist sein Exil. Es heißt er habe in Mailand Mist gebaut. So doll das ihn nur sein Großerzeuger, ein ziemlich alter Bastard, hat vor dem endgültigen Tod bewahren können. Und weil Mailand damals ohnehin jemand brauchte der in die noch dampfende Ruine Genua reiste um dort für sie zu spionieren und ihre Interessen durchzusetzen. Die Interessen des Clan des Todes wohlgemerkt. Nicht die des Prinzen von Mailand. Auch wenn das in manchen Punkten sicher das gleiche ist oder zumindest darauf hinausläuft. Es heißt jedoch auch das Benedetto nicht einfach so gehen durfte. Nein, seine eigenen Leute haben ihn mit einem Fluch belegt. Um ihn neben dem Exil noch weiter zu verdammen. Na was meint ihr was von den eigenen Leuten derartig hart bestraft wird? Leider schweigen die Mistkerle wie ein Grab. Wenn er dort die Traditionen also schonmal mit Füßen getreten hat, dann lässt sich das nicht beweisen."

Stille trat ein als der Nosferatu aufhörte zu sprechen. Die Worte die er gewählt hatte waren sicher problemlos in der Lage das ein oder andere Kartenhaus zum Einsturz zu bringen...

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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Brimir » Mo 29. Mai 2017, 13:09

Der Nordmann fuhr sich durch den Bart und verzog absolut keine Miene, die veraten könnten, was er dachte; selbst trotz der Dunkelheit nicht. Rote Augen fixierten die fortstobenden Katzen und den Hügel aus Fleisch und Fett, der vor ihnen stand. Ein Finger kreiste durch den Bart und zwirbelte das Haar, während Brimir die Informationen einsortierte.

"Gut... danke... ... sowohl an dich als auch an den Clan Nosferatu." begann Brimir dann und nickte Il Ghioto zu. Für einen kurzen Moment mochte es so wirken, als hätte er keine weiteren Fragen. Die roten Augen wanderten hinüber zu den anderen Dreien, als sich dann nochmal die Stimme erhob.

"Kommen wir zu einem anderen Thema... und wieder zu Fragen an dich direkt, als Gast der Domäne. Wieviele Nosferatu kennst du, die in Genua gezeugt worden sind, dich ausgenommen... wie alt sind sie... wer ist ihr Erzeuger... und welcher Prinz hat das Recht zur Zeugung ausgesprochen?"
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Il Canzoniere » Sa 3. Jun 2017, 13:13

Ein grummelndes Geräusch, wie das laufen von Magensäure durch einen riesigen Bauch ertönte aus dem Dunkel. Gefolgt von einem seufzen das eindeutig mit der Stimme Il Ghiottos daherkam.

"Eine Frage an mich, ohne die Erkenntnisse des Clans, hm? Gut. Ich kenne einen. Mich. Von diesem Augenblick bis zu meiner Geburt bin ich etwas über 109 Jahre alt. Mein Erzeuger ist Godeoc. Das Recht der Zeugung wurde von Prinz Godeoc von Genua ausgesprochen."

Besonders der eigentümliche Klang des Namens des Prinzen der Gosse in Verbindung mit dem Herrschertitel Genuas hallte eigentümlich im Kopf der anderen nach. Als ob es einfach nicht richtig wäre das er ihn so nannte.

Dem Nosferatu war hingegen sein deutlicher Unbill anzumerken das Brimir ihn versuchte aufs Glatteis zu führen.

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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Gaius Marcellus » Sa 3. Jun 2017, 14:17

Gaius nickte nun, er hatte jedes Wort des Nosferatu mehr als interessiert aufgenommen... womöglich sollte er öfter hier her kommen. Auch wenn der Gedanke, der Gestank, das Gegenüber, all die Tiere und dieser Titel ihn schaudern ließen...

"Gut. Habt dank... in jenem Fall geht die selbe Frage an den Clan weiter, weitere Kinder, außer dich?"
Irgendwie war es vertrackt, so in die Dunkelheit zu fragen... und er erwartete keine Selbstanklage. Aber auch keine Lügen...
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Brimir » Di 6. Jun 2017, 11:50

"Das du von Godeoc gezeugt und durch sein Amt als Prinz genehmigt wurdest, war bekannt und das zweifelt auch keiner von uns an."

Brimir klang sachlich, wenn man von dem Knurren absah, dass ihn die ganze Zeit über begleitete. Und so widersprach er am Ende auch Gaius nicht. Gespannt, was der Clan da zu sagen hat.
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Il Canzoniere » Mo 12. Jun 2017, 22:24

Ein Schnauben, als ob der Salubri eine Beleidigung ausgesprochen hätte ertönte. Brimir konnte sehen wie ob dieses Geräusches im Dunklen die Katzen auseinanderhuschten. Auch die bei ihm huschte eilig hinfort. Ganz als ob sie etwas mit diesem Geräusch verbinden würde das sie diese ungewohnte Bevorzugung vergessen ließ.

Ein zischendes, langgezogenes Entweichen von Gas war zu hören. Die Liktoren hatten die Chance zu raten aus welcher Öffnung dies gekommen sein mochte. Dann hörte man ein Kratzen von Fingernägeln über schorfige Haut. Schließlich ein räuspern. Die Stimme klang ernster und ungehaltener als bisher. Offenbar hatten Sie etwas falsches gesagt.

"Nosferatu verkaufen keine Informationen über Nosferatu."

Das schien das einzige zu sein was er zu diesem Thema zu sagen hatte.

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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Brimir » Mo 26. Jun 2017, 11:33

Brimir hob deeskalierend eine Hand im Dunkeln, als sei ihm gar nicht bewusst, dass die Anderen es nicht sehen würden.

"Entschuldige unser forsches Vorgehen, Il Ghiotto. Wir gehen nur unserer Pflicht als Liktoren nach. Aber... ich denke heute Nacht sind keine weiteren Fragen usnererseits mehr offen."
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Re: Das dicke Ende [Liktoren][Il Ghiotto]

Beitrag von Il Canzoniere » Fr 30. Jun 2017, 14:17

Eine gegrunzte Zustimmung kam als Antwort aus dem Dunkel. Offenbar nahm Il Ghiotto es Ihnen ab das sie ihn nicht beleidigen wollten. Da sie nicht wussten wie es war einer der Nosferatu zu sein. Der Verborgenen.

"In Ordnung. Dann danke ich für das abgeschlossene Geschäft. Und kann jeden von euch vieren nur einladen in Zukunft wiederzukommen, wenn weitere Fragen auftauchen bei denen Clan Nosferatu euch behilflich sein kann."

Abwartend würde er dann den Liktoren beim Abzug zusehen, sollten sie nicht doch noch eine Frage haben. Ein Schwarm Katzen begleitete die Amtsträger bis sie den äußeren Hof verlassen hatten. Dort setzten sie sich auf den Boden und starrten ihnen mit dutzenden Augen nach die im schwachen Mondlicht glommen.

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