Revierstreit [Melissa]

[Februar '17]

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Brimir
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Re: Revierstreit [Melissa]

Beitrag von Brimir » Mo 6. Mär 2017, 01:15

"Wie dem auch sei... du weisst genausowenig wie ich, was wäre, wenn Melissa sich der Sache nicht angenommen hätte. Es ist jetzt so, wie es ist... und damit arbeiten wir."

Als jedoch der Begriff Subordination fiel, hob Brimir eine Braue. Entweder, weil er nicht im Traum daran dachte unehrlich zu sein oder weil er es nicht verstand. Die Verwirrung hielt einen Moment, ehe er entschloss nicht näher darauf einzugehen.

"Ich würde mich freuen von Melissa nach ihrer Heimkehr zu hören. Bis dahin lassen wir das Ganze ruhen und sehen, was sie selbst dazu zu sagen hat."

Zum Hauptmann gewandt nickte Brimir nur knapp, ehe er dann noch hinzufügte: "Es wird einer kommen..."

Abschließend wendete er sich wieder Raffaele zu.

"Wenn du Nichts mehr hast, was du fragen oder besprechen willt, bist du und Lamberto für heute entlassen."
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
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Melissa
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Re: Revierstreit [Melissa]

Beitrag von Melissa » Di 7. Mär 2017, 22:23

"Natürlich, natürlich", eilte sich Raffaele wieder zu sagen. "Wir werden ihr Antwort persönlich überbringen, sobald sie sie gegeben hat. Wenn es euch genehm ist, begleiten wir den Gesandten eurer Miliz, der gern ein Gast in unserem Heim sein wird, auf Blut und Seel'."

Es war eine seltsame Phrase, die er gebrauchte, um seine Ehre zu bezeugen - eine, die auch von Capobanda gemurmelt wurde.
Scheinbar hatten sie aber doch noch einen Punkt, denn Raffaele leckte sich nervös über die Lippen und sah zu Capobanda hinüber, dem ebenso wenig wohl schien.
"Nun äh...es gibt einen weiteren Punkt über den...wir sprechen müssten bezüglich eurer Forderung nach gemeinsamen Untersuchungen. Ein recht filigraner, wie ich anmerken möchte, der das Herz und die Seele allr Melissiden seit Jahrzehnten drückt und ohne den eine Einigung mit der Herrin..."

"Die Nutten", sagte Capobanda ohne Umschweife. Er hob eine Hand bis knapp über seine Brust, wie um eine Körpergröße anzudeuten.
"Etwa so groß, tragen das Habit und behaupten zum Kult eines Heiligen Hubertus zu gehören, sind aber sicherlich keine Nonnen. Bisschen langsam, sprechen wie die Deutschen. Blutdürstig, reden immer nur vom töten und jagen, aber selten von Tieren. Die Große is ganz hübsch, hat aber Haare auf den Zähnen. Sind wie Raffi und ich, sagt die Herrin. Nur nicht so gut erzogen und herrenlos. Waren mit allen anderen in der großen Festung vor ein paar Jahren, haben die Statue von dem nackten Jäger begafft, als der...als..."
Capobanda schüttelte den Kopf. Er war auf dem Hoftag der Prinzessin dabei gewesen - als Geleitschutz für die Aufrechten. Und hatte mit seinen Jungs die Schwestern belästigen wollen, ehe der Gast aus Sizilien eingetroffen war. Offenbar bereitete die Erinnerung an den Ahnen Lydiadas ihm Schmerzen.
Er schüttelte wieder den Kopf. Seine Kiefer pressten sich aufeinander für einen Augenblick. Unter Anstrengung lösten sie sich wieder und er sprach weiter:
"Töten unsere Jungs, stacheln das Volk auf, verbreiten Lügen und noch ein paar Sachen mehr. Wisst ihr nichts von, stimmt schon. Geht auch um etwas andres: Die werden gesucht. Und unsere Herrin hat uns klar gemacht, dass wir sie finden...oder ersetzt werden. Für die Sache bei der Hochzeit und meine Jungs, die sie auf dem Gewissen haben. Plus ein paar andere Sachen."

Raffaele schritt eifrig ein - nicht, um die Worte seines hitzköpfigen Kollegen schön zu reden oder ihn vor den Kopf zu stoßen, denn auch seine Befehle waren klar genug in ihn eingebrannt worden - um die ignoranten Worte des Hauptmannes mit Honig zu ummanteln.
"Wir möchten zu diesem Zwecke in Erfahrung bringen, edler Herr, ob ihr gedenkt, mit diesen Damen gemeinsame Sache zu machen und ob ihr fordern werdet, dass auch ihre Aktivitäten von unserer Herrin nur mit euch gemeinsam untersucht werden? Soweit wir wissen gilt für sie nicht das Verbot des Schleiers von Blut und Tod und...Mein Kollege spricht harsch, aber wahr:
Unsere Herrin wird sich dieser Angelegenheit annehmen, sie ist einmal zu oft gedemütigt worden in ihrer Milde. Es ist...undenkbar, dass sie sich hierbei auf einen Kompromiss einlässt."
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Re: Revierstreit [Melissa]

Beitrag von Brimir » Mo 13. Mär 2017, 12:52

Brimir lauschte den Worten und als die ersten Beleidgungen in Richtung des Kultes fielen, schien ihn das nicht weiter anzugehen. Die einzige Regung, die er zeigte war ein sachtes Heben des Mundwinkels, als ein 'herrenlos' fiel.

"Der Kult der Jagd... ja... die Geißel Genuas."

Brimir suchte abwechselnd den Blick zu den Beiden, ehe er nickte.

"Sie sind Jäger... wie ich... doch mein Bündniss mit ihnen ist... locker. Solange sie mich nicht um Hilfe bitten, werde ich mich aus der Angelegenheit zwischen dem Kult und Melissa raushalten. Und nein... ich werde nicht fordern, dass ich an dieser Sache beteiligt werde. Der Kult hat sich immerhin als Geißel selbst verdient gemacht... indem sie mehrere Assamiten - Krieger vor dennen selbst ich Respekt habe - gefunden, gestellt und vernichtet haben... in einer Nacht. Von daher wird es euch Beiden sicher... leicht fallen... sich mit ihnen anzulegen und den Kult auszulöschen, der weit mehr ist, als 'Nonnen des Hubertus'. Ebenso würde ich mir überlegen, ob ich einen Amtsträger, der von Aurore ernannt wurde... angreife. Die Prinzessin könnte einen Angriff auf ihr Amt als einen Angriff auf sich selbst sehen."

Brimir zuckte mit den Schultern, als sei das letztlich nicht seine Entscheidung und ihm der Ausgang auch egal.

"Man weiß nie, wem man auf die Füße treten könnte. Ich wünsche euch Beiden eine gute Jagd... und denkt immer daran... man ist immer Jäger... und Beute... zu jeder Zeit."
"Eines Jeden Rücken ist ungeschützt, es sei denn, er hat einen Bruder."
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Re: Revierstreit [Melissa]

Beitrag von Melissa » Sa 1. Apr 2017, 22:09

Der Hauptmann der Stadtwache von Broglio schnaubte auf die Verabschiedung des Gangrel hin, verächtlich, mürrisch, wenig geneigt einer in seinen Augen viehischen Tradition Beachtung zu schenken.
Aber er war schlau genug, nichts weiter darauf zu erwiedern.
Raffaele versicherte noch, man würde der 'edlen Herrin von Broglio' die Wünsche und Worte des Gangrel vorlegen und schnellstmöglich ihre Antwort überbringen.
Die beiden Ghoule verabschiedeten sich standesgemäß mit einer Verneigung, die allerdings nicht übermäßig tief ausfiel, sie allerdings für einige Schritte rückwärts machen ließ. Die beiden Handlanger der Drachin verschwanden aus dem Elysium, ohne dem Gangrel den Rücken zuzudrehen.
Finitus
La famiglia é il nido dell'uomo.
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