Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

[Februar '17]

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Francesca
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Francesca » Mo 30. Jan 2017, 13:25

Francesca blickt erheitert zu Melissa bevor sie höflich antwortete:

"Aber ich bitte euch es war das mindeste, aber ich freue mich das es euch so sehr gefällt. Ich danke für die Einladung. Oh und so gern ich diesen edlen Tropfen auch kosten würde, so muss ich doch leider mit tiefsten bedauern ablehnen, Teuerste."

Eine kurze Pause bevor sie lächelnd hinzufügte:

"Wie immer seid ihr viel zu bescheiden. Aber wer kann es euch schon verdenken. Die Bescheidenheit steht euch. Aber nun was den verehrten Seneschall, meinen verehrten Cousin angeht, bin ich sicher das er dies nicht ganz ohne Grund getan hat und auch dessen das ihr etwas im Sinn hattet uns mit zu involvieren. Also wärt ihr so freundlich und würdet uns mit euren sicherlich zauberhaften Vorstellungen zu erleuchten auf das wir sehen wie wir euch unterstützen können."

Dabei nickte sie erst Sousanna und dann Caterina kurz zu und sah dann auch abwartend zu Melissa.
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Melissa
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Melissa » Mo 30. Jan 2017, 20:46

Melissa schwieg auf dieses Lob hin, blickte lediglich lächelnd auf die andere Seite der Tafel, dort, wo ein Fenster hinaus zur Stadt ging. Sie schien durchaus geschmeichelt, obwohl man eine Spitze darin hätte vermuten können. Sie aber schien das Lob ihre Bescheidenheit - und die darin liegende Schönheit - durchaus als Zeichen zu nehmen, dass die Kreatur Melissa sich weniger wichtig nahm, als sie manchmal fürchtete.

¨Es geht wohl tatsächlich um Unterstützung für mich, Teuerste¨, sagte sie und nahm das Wort Francescas wieder auf.
"Obwohl es mir schwer fällt, das zuzugeben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine ersten Versuche aussahen, dieser Pflicht nachzukommen, die mir doch so am Herzen liegt. Wie meine Gäste und ich in einer kleinen Hütte saßen und uns im Kerzenschein Schauermärchen erzählt haben. Wie wir uns in einer Kapelle vor der Stadt versammelt haben, um uns aufzumuntern.
Wie mich dabei immer die Sorge trieb, ob die Umstände dem Glanz der höchst verehrten Prinzessin gerecht werden würden und den Ansprüchen ihrer Diener."


Mit der linken Hand deutete sie ohne einen bestimmten Fokus auf den Saal, auf ihre Zuflucht, in der vor wenigen Jahren - trotz aller Umstände - ein berauschendes Fest vor sich gegangen war.
"Ich befinde mich in der glücklichen Lage, dass diese Sorgen mich nicht länger belasten. Dass ich einen Ball geben könnte, wann immer es mir beliebt, jede Taufe mit einem Fest begehen und mit edlem Spektakel aufwarten könnte.
Doch unglücklichsterweise bin ich allein dieser Aufgabe nicht gewachsen, wie ich bei meinem eigenen Geburtstag betrüblich feststellen musste. Eine Nacht allein hat nicht genug Zeit, dass ich mich um jeden der Gäste so hätte kümmern können, wie es angebracht wäre.
Insofern also...Insofern möchte ich euch tatsächlich um Hilfe bitten. Ich möchte, dass ihr drei mir euren Witz, euren Charme, euren gesellschaftlichen Verstand leiht, wo ich nicht viel mehr als ein hübsches Dekor und die ein oder andere Beziehung bieten kann.
Ich denke nämlich, dass euch diese Gaben im Überfluß zu Gebote stehen."
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Caterina
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Caterina » Di 31. Jan 2017, 18:22

"Und was,, wenn ich mir die Frage gestatten darf, erwartet ihr von uns?", kam die höfliche Frage von der Toreador.
Sie schien hier völlig fehl am Platz, war sie noch nicht mal bei den Vampiren gewesen in dieser Nacht.
Zumal Caterina bewusst war, wie wenig sie selbst in Melissas Augen wert war. Gewiss würde sie nicht den Hampelmann für die 'hohen' Damen spielen.
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Sousanna » Di 31. Jan 2017, 19:39

In den Augen der Ravnos lag während dieser Ausführung ein lauernder Ausdruck. Solche Angebote bekam man nicht aus Nächstenliebe. Vor allem nicht von solch erfolgreichen Damen wie Melissa. Es gab nichts, aber auch gar nichts geschenkt in dieser Welt - und sie bezweifelte, dass es in diesem Fall anders war.
So schmunzelte sie leicht als Caterina diese Frage stellte. Sie selbst hätte sie nicht in dieser offensichtlichen Art und Weise gestellt und sie war froh, dass sich die Toreador die Rolle der dreisten Zweiflerin eingenommen hatte.

Wie auch immer die Gastgeberin antworten würde, Sousanna lauschte aufmerksam und würde zunächst den anderen beiden Gästen das Wort lassen, um ihre eigenen Beobachtungen zu machen.

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Francesca
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Francesca » So 5. Feb 2017, 17:24

Francesca blickte aufmerksam der Runde an Damen ins Gesicht. Sollten andere sich in natürlicher Zurückhaltung üben so lag ihr das überhaupt nicht im Blut. Sie war eine adelige, eine Königin sowohl von Blut als auch von Weg und ausgesprochen arrogant und sie schien nicht mal einen Hehl daraus machen zu wollen. Sie blickte sie fast schon von oben herab als sie antwortete:

"Nun offensichtlich benötigt ihr jemanden der euch hilft vor dem Seneschall in guten Licht zu stehen. Und wir...."

Sie blickte sich dabei in der Runde um bevor sie weiter sprach:

"... sollen wohl dabei mitwirken. Die Frage ist nur was versprecht ihr euch von diesem 'kleinen' Unterfangen. Ich meine... sind wir doch einmal ehrlich... ihr habt uns kaum eingeladen um euch bei uns zu verschulden, wenn ihr euch nichts davon versprecht... Deshalb sagt es ganz frei heraus... was bezweckt ihr damit... nehmen wir mal an ihr bekommt eure Bauern und eine Königin in eurem kleinen Schachspiel... wozu das ganze...."

Vermutlich eine rein rhetorische Frage auf die Francesca womöglich schon die Antwort wusste, dennoch schien sie zu fragen und die Art wie sie das tat, ließ wohl keinen Moment daran zweifeln, wen 'sie' für die Königin in diesem Spiel hielt...
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Melissa » Mo 6. Feb 2017, 22:56

Es war Melissa anzusehen, dass ihr eine Erwiederung auf der Zunge lag. Sie hatte ein, zwei, hübsche Ideen aus dem Köpfchen der Ventrue gepickt, kannte ein paar Punkte, die schmerzen würden...Die sie aber ebenso teuer zu stehen kommen würden. Mit der sie die Überheblichkeit der Ventrue weniger beschädigen würde als vielmehr ihre eigenen Pläne für diesen Abend, die sie sorgfältig zu verstecken suchte.
Sie schluckte diese Worte also herunter und lachte stattdessen. Ein Geräusch, das ehrlich wirkte, denn es war über Jahrzehnte einstudiert, um zu täuschen.

"Wie amüsant. Vier Vampirinnen und fünf Meinungen, wer hier wem einen Gefallen tut", sagte sie und verzog die Mundwinkel zu einem Schmunzeln. Gespielt pikiert legte sie die linke Hand auf die Brust. Ließ diesmal offen durchblicken, dass sie diese Worte nicht so ernst meinte, wie sie klangen.
"Obwohl ich euch versichern möchte, dass ihr viel zu schlecht von mir denkt, wirklich. Ich beabsichtige kein Schachspiel und keine Scharade. Es betrübt mich tatsächlich, dass ihr so von mir denkt. Ich dachte lediglich ihr drei wäret noch am ehesten in der Domäne an einer Abmachung dieser Art interessiert. Als Kinder Kains, die Anstand schätzen, Höflichkeit und den vernünftigen Umgang miteinander."

Hier erst faltete sie wieder die Hände im Schoß und blickte jeden Einzelnen der Anwesenden kurz an, als sie sie ansprach. Ihr Tonfall wurde wieder ernster, aber auch verlockend. Betörend, wie der Duft einer Honigfalle.
Ich meine...Sehnt ihr, Francesca, euch etwa nicht nach dem Glanz eures Florenz' und der Ausgelassenheit seiner Feste? Ihr, Sousanna, wollt ihr nicht den Anstand und die Sitten Byzanz' wahren? Habe ich euch nicht aus den Klauen eines Tiers gerettet, das sich an euch für erlittene Schmach schadlos halten wollte? Und du, Caterina, hast du dich nicht auf meinem Namenstag unter die Menge der Sterblichen gemischt und versucht, deine eigenen Spiele mit ihnen zu treiben?

Woher also diese Angst, ich würde euch als Bauern gebrauchen wollen? Ich möchte nichts anderes, als meine Arme öffnen und euch die Möglichkeit geben, von meinem Glück euren Anteil zu haben. Ich befinde mich in der glücklichen Position, mehr Geld zu haben, als ich ausgeben kann, mehr Einfluß, als ich wirklich benutze, und mehr Freunde, als ich je in einem Jahr besuchen könnte."


Dann wandte sie sich speziell an Caterina. An sie als das Kind und damit diejenige, der gegenüber sie die Dinge erklären durfte, die sie für wichtig erachtete. Und als diejenige, die offen gefragt hatte.
"Was ich also möchte, das ist einfach:
Ich möchte eine Reihe Feste veranstalten, bei denen Sterbliche und Unsterbliche sich mischen können, Freundschaften schließen oder Geschäfte. Ich möchte das gesellschaftliche Leben der Domäne beflügeln mit eurer Hilfe, Ablenkung schaffen von der allzu drögen Allnacht.
Ich verfüge über Kontakte, Freunde und Geld genug, um eine Feier wie diejenige zu meinem Geburtstag oft genug auszurichten und einige Dutzend der wichtigsten Gestalten der Region hinzuzuholen. Außerdem noch einige Freunde aus der Region und sicherlich den ein oder anderen Gast von weither. Ich bin bereit, sie zu diesem Zweck mit euch zu teilen. Tut ihr euren Teil dazu - stellt ihr sicher, dass eure Handelspartner kommen, eure Freunde im Senat und der Politik, die reichen Kaufmänner, mit denen ihr euch vergnügt, die Ritter, die nach euren Freundinnen gieren und tretet selbst mit eurem Liebreiz auf - nun, so können wir leicht mehr überaus wichtige und spannende Leute in einem Raum versammeln, als sie bei einer gewöhnlichen Senatssitzung aufzufinden sind. Wir könnten für regen Austausch sorgen zwischen uns...und ihnen."


Sie schwieg einen Moment, ehe sie lapidar und mit einer kurzen Geste in Richtung ihrer Zuflucht hinzufügte:
"Oh nun gut, und wir könnten in einer Nacht mehr Geld und Geschäfte machen, als in den letzten zwanzig Jahren zusammen."
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Caterina » Do 9. Feb 2017, 20:39

Konzentriert hörte die Toreador zu, wägte die Worte ab, bevor sie erneut sprach.
Caterina war keineswegs klar, was die Vermengung von Sterblichen mit Kainiten, außer Problemen bringen sollte
So begann sie vorsichtig zu formulieren: „Verzeiht einem törichten Kind, doch befürchte ich gröbere, langfristige Probleme durch euer Begehr als es die kurzfristigen Erfolge wett machen würden.
Ich hatte an keinem fremden Sterblichen die Hand an eurem Fest, denn ich genieße schlichtweg ihre Gesellschaft. Leider bin ich damit ziemlich alleine unter den Wesen der Nacht. Die Kainskinder sind vielmehr Wölfe und bei einer Mischung wird leider unnötiges Blut fließen.“

Das rosige Gesicht wurde bedauernd, Caterina schien das wirklich ernst zu meinen.
Dann blickte sie von einer Frau zur nächsten, bis der Blick wieder bei Melissa angelangt war: „Außerdem darf ich nicht entscheiden, aber ich höre euch aufmerksam zu.“
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Melissa » Do 9. Feb 2017, 21:49

Ein gütiges Lächeln umzuckte die Mundwinkel Melissens, das nur kurz, ganz kurz, wie das einer Schlange wirkte.
"Oh, ich habe deinen Erzieher Matteo bereits gefragt", sagte sie, "und er hat mir zugesichert, die Entscheidung allein dir zu überlassen."

Einen Augenblick lang ließ sie das Kind noch schwitzen, schien ihrem sanften Pikiertsein über das Verhalten der Ventrue an der Toreador Linderung zu verschaffen - und mit einem Streich das Kind in eine Lage versetzen, in der eine Ablehnung der anwesenden Hohen Damen ganz allein auf ihren Mist gewachsen wäre.

"Mich würde aber sehr interessiern, was du für Bedenken siehst. Welche Probleme sollten aus dem schlichten Austausch zwischen Sterblichen und Vampiren entstehen, wenn einige deiner Freunde und dein Erzieher höchstselbst dieser Lust so regelmäßig fröhnen?"
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Caterina » Do 9. Feb 2017, 22:23

"Meine Freunde?", mit echter Überraschung zog sich eine Braue hoch. Caterina hatte keine Freunde und würde auch nie welche haben. Solch Illusion hatte sich die Mailänderin schon zu Lebzeiten nicht hingegeben.

Doch dann hatte sie sich auch schon wieder im Griff und nickte: "Ihr werdet verstehen, dass ich meinen verehrten Mentor diesbezüglich fragen werde."
Schließlich schien Caterina wieder nachzudenken, ihre Worte abzuwägen, bevor sie ihre Bedenken ausführte: "Wie ich schon sagte, sind Kainiten alle Wölfe. Wenn zwei den selben Sterblichen gern für sich hätten, werden sie darum kämpfen. Und die wohlwerte Sousanna würde wohl gegen die verehrte Hüterin des Elysiums bestenfalls verlieren."

Noch einmal blickte sie auf jede Frau, bevor Caterina weiterfuhr: "Bis auf euch würden alle anwesenden Damen verlieren."
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Re: Habichtartige Greifvögel [Sousanna] [Caterina] [Francesca]

Beitrag von Sousanna » Sa 11. Feb 2017, 18:01

Mit höchstem Interesse und einer an die Wange gelegten, schmalen Hand, hatte Sousanna das Gespräch verfolgt. Wie interessant sich dieses Gespräch entwickelte... Und wie viel es über die Anwesenden verriet...
Während sie lauschte wirkte die junge Frau nachdenklich und doch aufmerksam. Als lausche sie gerade einer Diskussion über die heidnischen Philosophen. Dennoch hatte sie bei der ersten Erwähnung ihrer selbst, schmunzeln müssen. Ja, für Anstand und Sitte war sie gewiss die Richtige...

Die anderen beiden Nennungen ihres Namens, gaben ihr jedoch den Ernst zurück. Es war klar, dass sie für jenen Gefallen, den Melissa ihr an jenem Abend getan hatte, würde bezahlen müssen. Doch der Preis schien ihr noch seltsam gering. Immerhin würde auch jemand wie sie große Vorteile aus einem solchen Angebot ziehen können...
Und interessant, dass Caterina sie als Beispiel nahm. Nun gut, sie verdachte es ihr nicht - auch wenn sie sich nicht ganz sicher war, ob die Toreador wirklich davon ausging, dass ein solches Vorhaben in einer Konfrontation mit Acacia enden würde. So dumm schätzte sie Melissa nicht ein.

"Ich muss Caterina durchaus recht geben.", begann sie schließlich nachdenklich und beugte sich ein wenig vor, während ihre Stimme einen ruhigen und vertrauten Unterton bekam. "Ich würde nicht gegen die verehrte Hüterin bestehen können - allerdings liegt es mir auch nicht im Sinn, sie in irgendeiner Form verärgern zu wollen. Ich würde allerdings vermuten, dass ihr ebenfalls keinen Zwist mit ihr wünscht." Eine leise, vielleicht rhetorische Frage lag in dem letzten Satz, der mit einem charmanten Lächeln unterstrichen wurde.

Schließlich erklärte die Ravnos ehrlich: "Ich finde euer Angebot sehr verlockend - und ihr habt Recht. Für eure Hilfe auf der Feier, tue ich euch mit Freuden einen Gefallen. Auch wenn man solche Vergnügungen wie ihr sie vorschlagt, schwerlich einen Gefallen nennen kann."

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