[Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

[Januar '17]

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Vergonzo Faro
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[Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 12. Jan 2017, 20:16

In den oberen Stockwerken des Anwesens fand Vergonzo, dem Geruch von Wissen folgend, geführt vom Betrachten der achitektonischen Besonderheiten, das Skriptorium. Er öffnete die schwere Holztür, schloss die Augen und nahm tief den trockenen Duft der Bücher und Schriften auf. Er trat vorsichtigen Schrittes ein.

Eine Schreibstube, fast hätte er es erwartet bei ihrem Hintergrund. Leise ächzten die blanken Holzdielen als er langsam den Raum inspizierte. Das Ausmaß des Raumes beeindruckte ihn dann doch mehr als er zugeben wollte. Die Stehpulte mit breiter Fläche für die ablage der großformatigen Werke, sehr geschmackvoll und kostbar. Ebenso wie die an den hohen Wänden eingerichteten Ablagesystemen bestehend aus Pulttischen und Buchbänken. Schade das er diesen Raum erst jetzt zu später Stunde fand.
Er betrachtete einige der Werke. Die Inhaltsangaben waren, typisch für diese Zeit, auf den kleinen,schmalen Pergamentstreifen, unter durchsichtigen Hornplatten stehend auf der vorderen oder hinteren Einbanddeckel angebracht.
Einige Werke die er sah, an deren oberen Ende des Einbanddeckels eine Kette angebracht war, schienen wichtig zu sein. Denn diese waren mittels eines Ringes an einer der Eisenstangen befestigt, über die einige Lesepulte verfügten.

Ebenfalls sah er die Tintengefäße, rot und schwarz, aber auch einige Brauntöne meinte der Bucklige zu erkennen. Im Schrank waren sicher die teureren Tinten, wie goldene oder silberne Tinte. Diese standen im hinteren Bereich auf einer Ablage, vor einem der wenigen hohen verschlossenen Schränken.

Die Lage des Raumes war gut gewählt, sowohl was den Sonnen- als auch den Mondstand anging.
Vergonzo inspizierte weiter den Raum, es gab noch so viel zu entdecken...
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 12. Jan 2017, 20:45

Beim Schlendern durch die Räumlichkeiten des Anwesens seiner Clansschwester fand auch Toma kurze Zeit nach Vergonzo diesen Raum.

Die Bücher bedachte er nur mit einem kurzen Blick. Interessierter, mit kundigem Blick betrachtete er hingegen die Pulten und Schränken. Massives Holz, sehr gut verarbeitet, aber schlicht, ungeschmückt...nun es war auch nur eine Schreibstube. Während er sich so umblickte viel sein Blick schließlich auch auf die kleine Gestalt.

"Guten Abend." sprach der Drache und wartete, dass der andere ihn beachten würde.
"Messer rein...Gedärme raus...Messer rein...Gedärme raus..."

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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 12. Jan 2017, 21:12

Vergonzo wurde aus seinen Gedanken gerissen als er eine Stimme hinter sich vernahm. Er wandte sich um und betrachtete den unverhofften Besucher.
Er schaute etwas genauer hin, und erkannte ihn.

"Oh, verehrter Toma Ianos Navodeanu vom Blute der Drachen, ...Kind von Navod Sorinescu? Bitte verzeiht, den Rest konnte ich nicht behalten"
eine beschämte Mine ziehend, senkte er geschlagen das Haupt.
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Sa 14. Jan 2017, 22:45

Toma nickte dem Nosferatu höflich zu.
"Ihr liegt richtig und euer Wissen ist in diesem Fall durchaus ausreichend."

Der Tzimisce schritt näher auf den kleinen Mann zu und musterte dessen Erscheinung abschätzend aus den schwarz-roten Augen.

"Ihr seid Vergonzo Faro, vom Clan der Verborgenen"...offensichtlich. "Leider muss ich gestehen dass ich mir den Namen eures Erzeugers nicht gemerkt habe, aber ich kann mich erinnern, dass ihr ein Baumeister seid? Was baut ihr, wenn ich fragen darf?"
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 19. Jan 2017, 13:41

Froh darüber, das Toma nachsichtig war, lächelte erleichternd und freundlich und neigte kurz dankend den Kopf.
Auch Vergonzo mustere den so exotisch aussehenden Fremden, etwas das er noch nie zuvor gesehen hatte...er war froh in diesem Rahmen nun endlich einen genaueren Blick auf Toma werfen zu können.

"Habt Dank für euer Nachsehen. Auch wenn ich meinem Erzeuger diesen Segen hier verdanke," er deutete auf seine kleine kaputte Erscheinung," ist es mir nicht wichtig über meinen Erzeuger definiert zu werden, oder über Titel,Ahnenreihe oder sonstige Zeitstehler." er lächelte entschuldigend, da er vermutete in Toma´s Augen damit bei ihm anzuecken. Um es etwas abzumildern, fügte er hinzu:"Viel wichtiger für uns, sind wir als Ganzes."

"Ich bevorzuge die Baukunst hoher Gebäude, aber erfreue mich ebenfalls an allem das mir vergönnt wird zu erschaffen oder zu verändern. Wenn ich mich recht erinnere und sowei tich es erblicken konnte, habt ihr unser aller Herrscherin ein äusserst kunstvolles Present überreicht. Darf man nachfragen,woraus es gefertigt war?" Er wusste nicht in wie weit er das Thema der Baukunst vetiefen sollte, daher hielt er es kurz. Das verhinderte ebenfalls das er überschwenglich darüber philosophierte, was er gerne tat.
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 20. Jan 2017, 19:38

"In der Tat. Euer Blut weicht dem Ideal der kainitischen Existenz stark ab. Bedauerlich." Erwiderte der Drache, nicht gerade sehr nachsichtig.
Bei dem Clan der Verborgenen konnte man wahrlich von einem Fluch sprechen. Etwas das seiner Weltanschauung eigentlich widerstrebte und die Nosferatu in seinen Augen in ein noch schlechteres Licht rückte.

"Zeitstehler...diese Dinge haben durchaus ihren Sinn." begann er den Satz wie einen Tadel, schien dann aber doch nicht so streng in diesen Dingenzu sein, wie andere Kainiten. "Aber ja, da ich euren Erzeuger oder andere Ahnen ohnehin nicht kennen würde, wäre es mir ziemlich egal. Und wenn ihr sie selbst nicht als wichtig anseht, dann werden sie es wohl auch nicht sein."

Als der kleine Nosferatu jedoch über den Hof und Tomas überbrachtes Geschenk an die Prinzessin sprach, besserte sich seine Stimmung etwas.

"Der Kelch bestand aus dem Gestein der Alpen und dem Holz der ostarichischen Wälder. Einem Gebiet in dem ich lange gelebt habe." Die Tatsache dass der Kelch auch aus Knochen und Zahn von Menschen war, ließ er erst einmal beiseite. Er wusste nicht, wie der andere darauf reagieren würde und lügen tat er selten.

"Ihr baut also Gebäude? hohe? Was habt ihr denn bisher geschaffen? Gibt es namhafte Bauwerke, die unter eurer Führung entstanden, von denen man gehört haben könnte?" fragte er durchaus interessiert nach. Die Tatsache einen weiteren schaffenden Geist gefunden zu haben, der erste überhaupt in dieser Domäne tröstete ihn etwas über die Tatsache hinweg, dass er hier mit einem Nosferatu sprach.
"Was war das, das ihr dem Prinzen schenktet? Dieses Pergament?"
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Vergonzo Faro » Di 24. Jan 2017, 13:43

Vergonzo dachte kurz über die Worte nach die er hörte und beließ es erstmal dabei. Denn viel interessanter fand er das Erste und das Letzte Thema.
Er grinste schräg:"So bedauerlich empfinde ich es nicht. Für manche kann es eben so gut ein Geschenk sein.Ideal ist seltsames Wort dafür. Wenn man es auf die Urform bezieht, mag es stimmen, ich betrachte ein Ideal eher als individuelle Idee, ich denke das ist meiner Berufung geschuldet."
Er hinkte langsam etwas näher zu Toma. Wollte der Bucklige sich präsentieren oder sein Gegenüber genauer betrachten?

"Ein Kelch aus Gestein? Das ist wahrlich eine Meisterarbeit von euch. Es machte nicht im geringsten den Eindruck als sei es Stein gewesen. Dieser lässt sich mit den allgemein bekannten Methoden doch nicht derart bearbeiten. Ich muss sagen, ich bin beeindruckt, sehr beeindruckt.Der Weißton des Kelches wirkte vertraut auf mich, und es fühlte sich gut an."


Dann dachte er kurz nach,"ha in Parma stehen nur einige Hausbauten von mir und eine kleine Abtei, Abbazia di San Giovanni,...vermutlich könnte man diese am ehesten kennen." er lächelte schon fast entschuldigend.

Dann erhellte sich seine groteske Mine, was beinahe aussah als würden die einzelnen Beulen des Gesichtes ein Eigenleben führen. "Ah ..." sprach er, und seinen Stolz konnte er nicht wirklich unterdrücken," Es war die Kathedrale Brillanti Stella di Genova, ein Entwurf von mir für unser aller Herrscherin. Mögt ihr das ich euch die Kathedrale beschreibe?" er schaute Toma hoffnungsvoll mit seinen klaren hellblauen Augen an, als gänzliches Gegenstück zu seiner schönen Entstelltheit.
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mi 25. Jan 2017, 16:37

"Indivduelle Idee..." wiederholte er die Worte des Nosferatu. "Ja, ein jeder hat wohl sein eigenes Ideal." Doch zu seinem trug der Nosferatu sicher nicht bei. "Die vampirische Existenz ist immer ein Geschenk, eine große Gabe...seid ihr denn zufrieden mit der Existenz in die ihr neu geboren wurdet?"

Als Vergonzo den Kelch beurteilte, zog Toma fragend die nicht vorhanden Augenbraue hoch. Skeptisch und seine Lippen zogen sich zu einem dünnen Lächeln bis zu den Ohren zurück. Vertraut? so so.
"Es fühlte sich gut an?" fragte er nach. "Ihr konntet ihn doch gar nicht berühren.
Und ein halboffenenes Gefäß lässt sich durchaus aus Stein hauen. "
Beharrte er, auch wenn Vergonzo nicht ganz unrecht hatte, eine glatte runde Form, lies sich nur aufwändig meiseln.
"Was sollte es denn stattdessen gewesen sein?" forderte er ihn direkt heraus. Auf Spielchen hatte er keine Lust.

"Ah, sind mir leider nicht bekannt, aber sollte ich einmal dorthin reisen, werde ich sie mir ansehen." ob er es nur aus reiner Höflichkeit sagte oder ernst meinte, blieb offfen.

"Sehr gerne." antwortete er auf den Vorschlag Vergonzos ihm die Kathedrale zu beschreiben.
"Zwar ist der Bau von solch massiven Gebäuden nicht meine Spezialität, aber umso mehr würde es mich interessieren was eurem Geist entsprungen ist."
Ja in der Tat, was konnte dieses kleine Männchen herausragendes schon schaffen?
Er blickte sich nach einer Sitzgelegenheit um, und setzte sich sodann, auf eins der kleinen Bänkchen, die zu den Schreibpulten gehörten, um Vergonzos Beschreibung zu lauschen.
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Vergonzo Faro » Mo 30. Jan 2017, 20:38

Vergonzo musterte Toma genauer, ohne dabei zu unhöflich zu wirken, auch wenn die Grenze dazwischen bei beiden an anderer Stelle lag.
"Ich bin äusserst zufrieden mit dem was aus mir wurde. Ich möchte nichts anderes sein als ich bin, und nirgends anders sein als ich jetzt grade in diesem Moment bin." Er schaute Toma ernst aus seinem ausgebeulten Gesicht an, aber die hellblauen klaren Augen schauten freundlich.


"Der Farbton wirkte wie die von Knochen, etwas das eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Entweder war es Wunschdenken oder ein Streich meiner Sinne, so oder so gab mir der Anblick der Farbe, die damit verbundenen Erinnerungen, gepaart mit einem solchen Meisterwerk ein wohliges Gefühl." er leckte sich kurz unauffällig über die Lippen, was er vermutlich selber nicht zu bemerken schien.


Vergonzo lächelte voller Vorfreude als er darum gebeten wurde die Kathedrale zu beschreiben. So gleich beschrieb er diese:
"Es ist ein Vorentwurf der Ansicht auf die Kathedrale Brillanti Stella di Genova. Ein Bauwerk das unter starkem Einfluss der Byzantinischen Architektur steht, annähernd an eine Kreuzkuppelkathedrale erinnerte, die jedoch verzierende Ornamente an den halbkreisförmigen Rundbögen und Portalen hat. Gedrungene kleinere Türme zieren den Gesamteindruck, wobei 3 Türme hoch in den Himmel ragen, weit über die massiven Grundmauern hinaus. Die kleinen Fensteröffnungen und großen Wandflächen geben dem Bauwerk eine wuchtige Wirkung, die Säulen und Träger erinnern an längst vergessene Epochen der Baukunst. Es wird einen gewaltigen und pompösen Eindruck auf alle machen, die es zum ersten Mal erblicken werden. Jedoch durch seine Einfachheit wird es ihnen irgendwie vertraut erscheinen durch die bekannten Formen,...aber dennoch wird es etwas völlig anderes sein, was sich jedoch nur in den Details erkennen lässt."
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Re: [Ball - Skriptorium] De natura deorum [Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 5. Feb 2017, 19:54

Toma grinste. Es gefiel ihm, dass der kleine Kainit sein Schicksal trotz seines Aussehens als Segen erkannt hatte. Jemand der seinem menschlichen Leben nicht nachhing, obwohl er duchaus Grund dazu hätte.
Denn ja selbst Menschen waren noch schöner als er.

ein wohliges Gefühl? so...Toma erwiderte nichts mehr zu dem Kelch, aber machte sich so ein Bild zu Vergonzo.

Dessen Beschreibung der Kathedrale hörte er auch aufmerksam zu und veruschte sie sich vorzustellen.

"Eine schöne kunstvolle Note eure Vereinigung von Vertrautem und Neuem." antwortete er dann als Vergonzo zum Ende gekommen war.
"Warum die wuchtige Wirkung? Und die winzigen Fenster? Wegen der Schlichtheit? Klingt mir eure Beschreibung in dieser Hinsicht doch wie eine Festung statt Kathedrale. Doch auf die Säulen und Bögen, wäre ich gespannt.
Ein anspruchsvolles Projekt. Wenn ihr Hilfe dabei benötigt, könnt ihr gern auf mich zurückkommen."

bot der monströse Bildhauer seine Dienste an.
Anders als dem Nosferatu war ihm der Bau der Kathedrale nicht so überaus wichtig, aber wer würde die Gelegenheit an einem solchen Großprojekt handwerklicher Kunst mitzuwirken, schon verstreichen lassen.
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