Piazza Santa Maria[Francesca]

[Januar '17]

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Titus
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Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Titus » So 8. Jan 2017, 13:25

Die Nacht war mild und klar. Der Vollmond und die Sterne standen hell am Firmament und machten diese Nacht in Genua nicht ganz so finster, wie es die meisten anderen waren. In Mascharana, der Sistiere der Stadt, in der die meisten Bewohner brave und gottesfürchtige Menschen waren, war es auf den Straßen recht leer. Nur ab und zu durchstreifte ein einsamer, meist Betrunkener Mann die Straßen auf den Weg vom Hafen nach Clavicula oder Borglio.

Die Piazza vor der Kirche Santa Maria war ebenfalls verlassen, bis schließlich der Krieger aus der Kirche heraustrat. Ein Lederwams über dunkler Wollkeidung hüllte den Körper des Kappadozianers ein. Sein weißes Gesicht war unter einer tief sitzenden Kapuze verborgen und nur das Kinn und die Spitze seiner Nase waren zu sehen. Das große Schwert auf seinem Rücken, steckte in einer einfachen verstärkten Lederscheide.

Bewusst sog Titus die Nachtluft in seine toten Lungen ein und legte dann den Rosenkranz, den er zuvor noch in der Hand gehalten hatte um seinen Hals. Die Gebete haben ihm Trost gespendet in diesen dunklen Zeiten kurz vor dem Ende der Welt und dem jüngsten Tag.

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Francesca
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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Francesca » Mo 9. Jan 2017, 16:54

Francesca war eine der wenigen Ausnahmen neben der Betrunkenen die gerade in dieser Nacht durch die Straßen Mascharanas wanderte. Sie trug wie meist ein weißes Wollkleid, die Unschuld in Person eben und einen dünnen blauen Mantel mit Kapuze dazu. Ihre Augen schimmerten leicht im Mondlicht als sie nach oben in das Sternenzelt sah.

Sie überquerte gerade mit leisen Schritten die Piazza vor der Kirche Santa Maria, als sie auf die Gestalt die aus der Kirche trat aufmerksam wurde. Ein kurzer abschätzender Blick, ein fast beiläufiges mustern. Dann wie zufällig wandten sich ihre Schritte nun in die Richtung des Ritters. Ein kurzes Funkeln in ihren Augen.

Francesca ihr Gesichtsausdruck wurde unsicher, schüchtern, gar ängstlich als sie sich Titus näherte. Kurz vor ihm blieb sie zögernd stehen. Die Hände sorgsam vor dem Schoß gefaltet. Die Augen unschuldig drein blickend. Den Blick verschüchternd nach unten Gerichtet. Ihre Stimme unsicher, gebrochen, leicht ängstlich als sie gen Titus sprach:


"Guter Herr, ihr seht wie ein ehrbarer, gottesfürchtiger Mann aus. Verzeiht das ich euch zu so später Stunde womöglich aus euren Gedanken oder dem Gebet reiße. Aber ich komme leider nicht umhin euch mit meiner misslichen Lage zu betrauen... Ich bin untröstlich aber ich glaube ich habe mich verlaufen... ich hab jemanden besucht in der Nähe von San Nazaret und scheine mich jetzt verirrt zu haben... Ich muss zum Castello de Vescovo. Ach bitte seid einer Dame behilflich und begleitet sie durch diese dunkle Nacht sicher dorthin, wärt ihr so freundlich, ja?"

Dabei hob sich ihr Kopf und erst jetzt sah sie Titus in die Augen dabei vollführten ihre Lider einen gekonnten Aufschlag, die ihre perfekten Wimpern zur Geltung brachten. Ein verhaltendes Lächeln auf ihren Lippen und ihre Körperhaltung schien in sich gekehrt. Alles in allem eben eine junge Dame die Hilfe die wohl Hilfe suchte...
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Titus
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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Titus » Mo 9. Jan 2017, 17:48

Titus betrachtete Francesca stumm von oben herab, als sie ihn ansprach und um Hilfe bat. Das leichte Runzeln seiner Stirn konnte sie zunächst nicht erkennen, da sie den Blick gesenkt hatte. Doch als die weiße Dame den Blick hob, konnte sie deutlich die leichenhafte Blässe seine Gesichtes sehen. Auf der bleichen Stirn hob sich ein Mal ab, als ob das Kreuzzeichen einmal in seine Stirn mit Feuer oder Säure eingebrannt worden wäre. Nicht so sauber, wie mit einem Brenneisen...vielleicht mit einem glühenden Eisen nachgezogen. Doch die Verletzung schien schon seit längerer Zeit geheilt zu sein...nur ein Mal, das er offenbar sein Leben lang tragen würde.

Als der "edle Krieger" Luft einsog, um eine Antwort zu formulieren, hob sich der mächtige Brustkorb. Die Stimme war tief und deutlich zu verstehen...eine die es offenbar gewohnt war Befehle oder Anweisungen zu brüllen.


"Gott zum Gruße, edle Frau. Verzeiht meine Überraschung. Es ist bisher noch nicht vorgekommen, dass mich eine einsame Frau mitten in der Nacht ansprach, um mich um Hilfe zu bitten."

Sein Blick glitt von ihr ab und suchte die Umgebung nach einer Falle ab, ob irgendwo bewaffnete Handlanger standen, um ihm aufzulauern. Schließlich fixierte er Francesca wieder. Seine Stimme klang auch ein wenig reserviert und distanziert.

"Davon abgesehen sollte eine edle Dame wie Ihr des Nachts nicht unbegleitet umhergehen, vor allem, wenn sie sich in dieser Stadt nicht auskennt. Ihr hättet Euch in gottlosere Sistreri von Genua verlaufen können."

Der Skeptische Blick lag auf ihr, forschend und misstrauisch.

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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Francesca » Di 10. Jan 2017, 14:06

Als sie in das leichenblasse Gesicht blickte überkamen sie für einen Moment Zweifel. Hatte sie sich wirklich geirrt. Nun vielleicht hatte der Mann einfach nur nicht viel Sonne gesehen und war erst seit kurzen n Genua. Auch das Kreuz auf seiner Stirn entging er nicht. Ein gläubiger Mann also. Als sie seine abweisende Stimme vernahm machte sich fast schon Enttäuschung in ihrem Gesicht breit. Doch dann wurde ihr Ausdruck milder und mit zaghafter Stimme antwortete sie:

"Nun dann schätze ich mich glücklich die erste zu sein die eure Hilfe erbittet. Ich wäre euch wirklich sehr verbunden wenn ihr mir aus meiner misslichen Lage helfen würdet."

Titus würde wohl feststellen das niemand das draußen in der Nacht auf ihn lauerte. Zumindest keine bewaffneten Schergen, Handlanger oder sonstiges Getier. Sie waren allein. So weit Francesca das zumindest beurteilen konnte. So blickte ihn nur das Gesicht einer unschuldigen Dame an, das nicht blass war, sondern mit rosigen Wangen bedacht. Die Lippen voll und lebendig. Die Augen wie die Fenster in eine Seele. Und doch war etwas seltsam an ihr auch wenn man vielleicht nicht direkt zu sagen vermag was. Oder was es einfach nur die Situation an sich eine junge, hübsche Dame. Nachts ganz allein in dieser so harten Welt... Ihr Blick wurde nun fast flehend als sie hinzufügte:

"Nun eigentlich sollte einer meiner Diener auf mich warten... Aber er scheint wohl in einer der Tavernen versumpft zu sein... ärgerlich ich werde mich wohl nach einem neuen umsehen müssen... aber ändert leider nichts an meiner Situation. Ich wäre euch wirklich zu großen Dank verpflichtet wenn ihr mich begleitet, kommt schon sagt, ja."

Ein zuversichtlicher Gesichtsausdruck würde dem Krieger entgegenblicken abwartend...
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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Titus » Mi 11. Jan 2017, 18:17

Titus Gesicht erstarrte schließlich, als seine vampirischen Sinne das fremde Raubtier in seiner unmittelbaren Näher wahrnahm. Zwar hübsch Verpackt und gut verborgen, doch konnte er es deutlich Spüren.
Jegliche menschliche Regung wich aus seiner Mimik und erstarrte zu der totenbleichen Maske, die den Kappadozianern so zu eigen waren. Der Blick schweifte nochmals über den Platz, um sich wirklich zu vergewissern, dass sie allein waren.


"Ich denk es ist nicht weiter nötig, dass wir uns gegenseitig etwas vormachen. Mein Name ist Titus, Neugeborener vom Clan der Kappadozianer und Liktor der Domäne Genua."

Seine Stimme blieb reserviert aber war nun ein wenig gedämpft. Sein Blick hielt dem ihren Stand und er beobachtete die Reaktion auf die neue Situation in ihrem Gesicht.

"Solltet Ihr Euch doch verlaufen haben, so bin ich gerne bereit, Euch zum Castello de Vescovo zu begleiten und wir können uns auf dem Weg ein wenig....unterhalten."

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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Francesca » Do 12. Jan 2017, 14:32

Der zuversichtliche Gesichtsausdruck wich gänzlich, die rosigen Wangen erbleichten zu einer weißen Maske. Für einen winzigen Moment war Enttäuschung auf ihrem Gesicht abzulesen. Weil sie leer ausgehen würde, oder aber weil das Jagdspiel das sie genossen hatte so abrupt vorüber war. Doch m selben Moment wich die Enttäuschung der Furcht. Furcht vor dem was hätte sein können, wenn das Spiel fortgegangen wäre. Und so straffte sich mit einem mal Francescas ganze Haltung. Ihr Gesicht nahm einen stolzen, Ausdruck an. Sollte sie beschämt gewesen sein über ihren Irrtum so ließ sie sich das zumindest nicht anmerken. Ihre smaragdgrünen Augen fokussierten Titus und ihre Stimme antwortete beinahe emotionslos mit einem ironischem Unterton:

"Wie schade..."

Dann senkte sie angemessen, das Haupt und fügte hinzu:

"Es ist mir eine Ehre, wohlwerter Titus auch wenn ich mir bessere Umstände hätte vorstellen können. Mein Name ist Signora Francesca di Leonardi, Neugeborene vom Blut der Könige, Kind des Gabriele de Calussi, Ahn des Clans der Könige, Kind des Narses, Ahn vom Blute Ventrus, Prinz der Domäne Florenz
Kind des Caracallas, Ahn des Clans der Könige und Herrscher der Zwölf Städte, Kind des Lucius Tarquinius Priscus Ahnherr des Clans der Könige, Fürst des etruskischen Bundes und seiner Verbündeten, Kind Ventrues, König der Könige, Kind Enoch des Weisen, Kind des Kain."

Sie wartete respektvoll einen Moment bevor sie sich erhob, wie immer merkte man wie außerordentlich Stolz die Ventrue auf ihre Abstammung waren und auch keine Gelegenheit ausließen um damit zu prahlen. Dann sprach sie mit höflicher Stimme weiter:

"Verzeiht die Annahme das ihr... Nun wie dem auch sei, nein ich habe mich nicht verlaufen. Dennoch wäre es mir eine Freude ein paar Schritte mit euch zu gehen in denen wir uns unterhalten können und etwas besser kennenlernen."

Ihr Gesichtsausdruck war nun freundlich. Sie lächelte zwar nicht dennoch schien sie es ehrlich zu meinen.
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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Titus » Do 12. Jan 2017, 20:19

Titus regte sich kaum, als er die Vorstellung der Ventrue entgegen nam und schließlich anerkennend nickte, als sie fehlerfrei ihre Ahnenlinie aufsagte und nahm den Stolz, den sie dabei empfand zur Kenntnis. Superbia...die Wurzel allen Übels und auch wenn sie äußerlich beinahe einem Engel glich, verriet doch genau dies, dass in ihr der Teufel wohnte.

"Gott sei mit Euch, werte Signora Francesca, es ist sehr erfreulich einem neuen Gesicht in Genua zu begegnen."

Durch seine Körpergröße blickte er auf sei herab und weder seien Stimme noch sein Gesicht drückten irgendetwas von dem Erfreulichem aus, von dem er sprach. Mit einer einladenen Geste der rechten Hand schlug er einen Weg vor, den die beiden nebeneinander gingen. Drei Finger an seiner Hand waren ebenfalls leicht gerötet und warfen blasen, die jedoch wieder im Begriff waren zu verblassen. Als sie der Einladung folgte, setzte er sich ebenfalls in Bewegung und so würden sie gemächlichen Schrittes schreiten.

"Ich nehme an, dass ihr noch nicht lange in Genua verweilt. Ich hoffe ihr konntet Euch gut einleben. Sagt, was führt Euch nach Genua?"

Auch wenn diese Stimme nicht wirklich gewohnt war freundlich zu sein, konnte man doch eine gewisse Neugier darin vernehmen.

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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Francesca » Fr 13. Jan 2017, 17:05

Francesca sah zu Titus und ihr Gesichtsausdruck wandelte sich ins freundliche. Natürlich sah sie äußerlich beinahe wie ein Engel aus. Sah Titus nicht deutlich den Heiligenschein über ihr. Dann antwortete sie höflich aber doch bestimmt:

"Nun ich glaube leider das, er mir und meiner Seele alles andere als wohl gesinnt ist. Aber trotzdem habt dank."

Damit setzte sich sich in Bewegung und folgte Titus, wie selbstverständlich hakte sie sich bei ihm unter während sie den Weg in Mascharana so entlang gingen. Dabei sah sie immer wieder direkt in Titus Augen. Ja es war fast als fixierten diese ihn anzüglich. Dann wandte sie sich fast schon gespielt beleidigt wieder mit ihrer Stimme gen Titus:

"Nun danke der Nachfrage, es geht mir sehr gut... Kommt ihr immer direkt auf den Punkt? Ich denke ihr seid es gewohnt ohne Umschweife zu kriegen was ihr wollt hm?"

Eine kurze amüsierte Pause bevor sie hinzufügte:

"Aber ich möchte mal keine Spielverderberin sein, also spiele ich mit. Ich kam nach Genua weil ich mein ohnehin schon ansehnliches Vermögen noch mehren möchte und die Händler in Florenz ihre Preise in die Höhe trieben. Ich bin natürlich nicht bereit auch nur einen Sesterz mehr zu bezahlen als ohnehin schon also verlege ich mein Gestüt kurzer Hand nach Genua. Außerdem hörte ich das es hier ausgezeichnete Seide zu erwerben gibt und es von Pomp nur so wimmelt. Zu dem sollen die Männer hier auch nicht zu verachten sein..."

Sie zwinkerte ihm kurz neckisch zu bevor sie fort fuhr:

"Außerdem wollte ich aus diesem Umfeld von Taugenichtsen weg Florenz scheint von Impertinenz nur so zu triefen und ich muss sagen das hat mich ziemlich verstimmt um nicht zu sagen gar wütend gemacht. Außerdem sollen hier die Bankette und Bälle besser sein erst neulich vernahm ich von einer gewissen Signora Melissa. Und na ja was soll ich sagen man kann nie genug von allem haben nicht? Was meint ihr?"

Wieder eine kurze Pause bevor sie weiter ausführte:

"Außerdem kam ich nicht umhin einen gewissen Neid gegenüber meinem Erzeuger zu verspüren und so wurde mir seine Allgegenwärtigkeit lästig. Nicht umhin zu sagen das ich mich schon fast zu sehr auf meinen Lorbeeren ausruhte und mir gern neue verdienen wollte. Aber ihr kennt das sicherlich nicht wahr?"

Während der eine Arm sich bei Titus eingehakt hatte so legte sie die Hand vom anderen Arm auf seine Hand während sie so weiter vor sich hingingen. Immer noch ein freundliches Gesicht. Beinahe ein Lächeln auf dem Lippen. Die smaragdgrünen Augen funkelten im Mondlicht ausgelassen.
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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Titus » Fr 13. Jan 2017, 20:13

Vorhin war es Superbia und nun in einer gespielten Beiläufigkeit und beeindruckender Geschwindigkeit kamen noch Avaritia, Luxuria dazu. Gefolgt von Ira, Gula, Invidia und schließlich Acedia und sie hatten kaum zehn Schritte getan.
Dass sie sich fast wie selbstverständlich unterhakte, schien Titus nicht sehr zu gefallen, aber auch diese Grenze überschritt sie scheinbar ohne mit der Wimper zu zucken und ohne Schamgefühl.

Sein Arm blieb hängen, würde ihr Unterhaken nicht erwiedern, so dass sie seinen gepanzerten Arm umgreifen musste. Als sie schließlich seine Hand berührte, ergriff er mit seiner rechten Hand ihr Handgelenk und hielt sie fest, keineswegs brutal, doch merkte sie deutlich, wie sich seine Hand wie ein Schraubstock fest um ihr Handgelenk legte...dabei blieb er stehen. Er wandte sich zu ihr, das bleiche Gesicht hatte sich noch etwas mehr verfinstert. Seine stahlblauen Augen blickten dabei von oben auf ihre Stirn, war ihm schließlich bekannt, wozu die Ventrue in der Lage waren, wenn man mit ihnen Blickkontakt aufnahm.


"Es scheint mir unbegreiflich, wie jemand wie Ihr, die sich zumindest Eurer Beuhauptung nach, einige hochverehrte Ahnherren in der Ahnenlinie mit unserem sehr verehrten Seneschall teilt, offenbar die einfachsten Regeln von Sitte, Respekt und Anstand unserer Gesellschaft nicht verinnerlicht hat. Die einzige Möglichkeit die mir einfiele ist, dass Ihr trotz besseren Wissens gehandelt habt, was Euer Betragen nur noch schändlicher macht."

Seine Stimme war leise doch klang sie kalt wie Eis und unterdrückter Zorn war in ihr zu hören.

"Bei Gott, erklärt Euch! Warum glaubtet Ihr könnt Ihr es wagen Euch mir auf solche vertraute Art und Weise zu nähern?"

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Re: Piazza Santa Maria[Francesca]

Beitrag von Francesca » Sa 14. Jan 2017, 13:56

Francesca blieb ebenfalls stehend und blickte pikiert auf ihr Handgelenk. Dann suchte sie wieder Titus Blick und antwortete aber immer noch höflich:

"Nun ihr schätzt wohl die Nähe einer Dame nicht, was äußerst bedauerlich ist. Hielt ich euch doch für einen Mann von Ehre und hoffe immer noch das ihr ein solcher seid. wenn ihr ein simples Unterhaken als Affront seht so entschuldigt meine Vermessenheit."

Damit ließ sie es fürs erste bewenden, sie überging bewusst die Beleidigung und fügte nun noch sanfter hinzu:

"Ich wäre euch sehr verbunden wenn ihr euren Griff um mein Handgelenk lösen würdet. Sollte mein Verhalten zu forsch gewesen sein, so bitte ich demütigst um Vergebung aber nicht vor euch sondern vor Gott in der heiligen Kirche. Dennoch glaube ich das ihr ein Mann des Glaubens und ein Ritter seid. Und als solcher mildtätig, werdet ihr mir sicherlich vergeben. Immerhin suchte ich nur das vertraute Gespräch der Heimat das mir in dieser Stadt so fremd erscheint."

Ein gekonnter Augenaufschlag. So sah sie in aus ihren strahlenden Augen an und hatte ein bezauberndes Lächeln auf den Lippen. Ganz die unschuldige Dame eben...
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