Flügge werden [Caterina]

[Januar '17]

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Matteo
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Re: Flügge werden [Caterina]

Beitrag von Matteo » Do 23. Feb 2017, 11:08

"Egal was für Geschäfte Brimir und du beschließen in dieser Sache, ich habe keinen Anteil daran und trage auch Schuld an Gefallen gegenüber dem Gangrel. Verstrickt dich aber nicht unnötig in diesem Dickicht."

Stille folgte, unterbrochen von merkwürdigen Geräuschen herangetragen durch das zum Hof gewandten Fenster. Als würde Metall auf Erdreich treffen, leise Spatenstiche und schweres Atmen eines Mannes, das Bewegen der Erde.

"Genau, wer würde das vermuten, wo doch nun auch des Nachts stets mehr Wachen als sonst patroullieren und kainitische Gäste nur in besonderen Fällen eingelassen werden."


Fügte Matteo augenzwinkernd hinzu. Dann ließ er das bedeutsame Thema auf sich beruhen. Dachte zurüch an seine eigene Zeit vor den Freispruch.

"Hast du weitere Fragen diese Angelegenheit betreffend? Oder möchtest du über etwas anderes reden? Dinge die dich vielleciht beunruhigen."
"Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht. Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt." - Khalil Gibran

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Caterina
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Re: Flügge werden [Caterina]

Beitrag von Caterina » Do 23. Feb 2017, 18:30

"Ich werde meine entstehende Schuld beim Krieger selbst einlösen, keine Sorge.", nickte Caterina.
Dann kam ihr jedoch noch ein Gedanke. Mit geschäftigem Ton wurde noch hinzugefügt: "Es kann jedoch sein, dass ich eure Hilfe benötige, wenn es darum geht, den Gefallen... gleichwertig zu vergüten.
Mit dieser schwammigen Formulierung habe ich noch so meine Probleme."
Eine schiere Untertreibung, diese bescheuerte Undefiniertheit machte die Toreador schier wahnsinnig. Die Frau hoffte inständig, dass Brimir einen pragmatischeren Weg der Verhandlungen und Abmachungen beschritt, doch die Könige vertrauten ihm nicht ohne Grund.

Bei den nächsten Worten konnte die Mailänderin nicht umhin, irritiert die Brauen hochzuziehen.
Die dunklen Augen musterten Matteo.
Die beiden waren keine großen Schwätzer, zumindest nicht miteinander und jetzt wollte er reden? Vor allem über Dinge die... ungut waren. Sofort meldete sich das Misstrauen der Frau und vorsichtig fragte sie nach: "Sollte mich denn etwas beunruhigen?"

Noch einmal überdachte Caterina die letzten Begebenheiten... nein, sie hatte sich nichts zu Schulden kommen lassen, nichts, was drastisch genug wäre um den Vormund damit zu behelligen. Caterinas Gewissen war auf ihre Art rein.
Eigentlich viel mehr als das. Im Anbetracht ihres Tempraments, dass momentan immer stärker und intensiver hochkam verhielt sich die Toreador quasi vorbildlich- aber das hatte sie hoffentlich gut genug im Griff.
Mittlerweile runzelte sich die Stirn und der ein nachdenklicher Gesichtsausdruck nahm Überhand.
"...Sendest noch sterbend Düfte uns zu
Rose, du Holde!
Leben und sterben will ich wie du..."
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Matteo
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Re: Flügge werden [Caterina]

Beitrag von Matteo » Mo 27. Feb 2017, 07:58

"Gleichwertige Gefallen... je länger du existierst und Gefälligkeiten erbittest, erhältst, gewährst und verlangst, desto klarer wird es dir werden. Du musst und wirst ein feines Gespür dafür entwickeln. Einen zu großen Gefallen einfordern, das würden auch nur dreiste Emporkömmlinge mit ungeschliffenem Benehmen oder solche die denken, dass du naiv genug bist dich über den Tisch ziehen zu können."

Matteo war sehr zuversichtlich, dass sein Mündel das lernen würde. Dass manchmal auch ein unvorteilhafter Preis in Kauf genommen werden musste um Wichtiges zu erreichen, war ihm selbst erst jüngst in Gestalt des Godeoc vor Augen geführt worden.
Schließlich nickte er und beendete damit das Gespräch von seiner Seite.


"Wenn es nichts gibt was dich derzeit beunruhigt kannst du dich glücklich schätzen. Mögen deine Nächte so heiter und sorgenfrei bleiben."
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Caterina
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Re: Flügge werden [Caterina]

Beitrag von Caterina » Mo 27. Feb 2017, 23:41

Nun war Caterina völlig irritiert. Der Vormund verhielt sich mehr als seltsam.
Kaltes Misstrauen stieg in ihr auf, hallte in ihr nach. Kurz setzte die Frau an, etwas zu erwidern.
Es war nicht seine Schuld, alles würde wieder... doch das waren nur schale Worte, die unwürdig waren.
Wunden brauchten Zeit zu heilen und aufgerissene Wunden erst recht- das wusste die Mailänderin aus eigener Erfahrung.
So entschied sich das Mündel dagegen etwas zu erwidern, nachzufragen.

Schließlich nickte sie Matteo zu und nahm das Kästchen samt Tuch.
An der Tür drehte sie sich noch einmal um und lächelte den scharzen Grafen an: "Viel Erfolg bei euren Reisen."
Die Toreador hatte alles geplant, sie würde Matteo überraschen- seine Reisen kamen perfekt gelegen. Er würde nichts mitbekommen.

Wenig später verließ die Toreador die Villa mit einer seltsamen Mischung aus diebischer Vorfreude und der Erleichterung, endlich wieder ein Stück Freiheit zurück zu haben. Diese Gefühle verdrängten das aufgekommene Misstrauen für den Moment.
Doch dieses seltsame Gespräch, die ganzen Begebenheiten in dieser Nacht würden sich fest einbrennen.
Noch wusste die Toreador nichts davon, doch Matteo lehrte ihr etwas rudimentäres und weckte zum Schluss noch eine bisher ungekannte Schwäche...

...Loyalität und Schuldgefühle

"Schicksalsschläge lassen sich ertragen – sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden – das ist der Stachel des Lebens."
Oscar Wilde

Bild Zusammenfassung:
Matteo übergibt Caterina das geheimnisvolle Kästchen des Lasombra Ahns. Sie muss die Villa verlassen und sich um die Sicherheit des 'Geschenkes kümmern'.
"...Sendest noch sterbend Düfte uns zu
Rose, du Holde!
Leben und sterben will ich wie du..."
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