[1003] Leidenschaft und Gift [Livia]

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Ramon
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[1003] Leidenschaft und Gift [Livia]

Beitrag von Ramon » Mi 6. Dez 2017, 17:27

Ruhig lag das Ferregianotal in diesen Nächten vor Ramons Augen, der Winter hatte Einzug gehalten, was die Jagd nicht grade erleichterte. Einsam saß er auf einem toten Baumstumpf, der den Streitkräften wohl als Barrikade gedient hatte, und harrte am Pfad nach Genua aus, vielleicht fand er in diesen Nächten doch noch eine willige Seele, die ihm neues Leben schenken würde. Unternehmungen wollten geplant werden, Vorräte aufgestockt, und Konsequenzen gezogen werden. Der Krieg hatte nicht nur viel, er hatte alles geändert. einzig und allein der Gedanke an ein brennendes Licht, ließ ihn die Hoffnung behalten. Wo Funken waren, brauchte man nur Holz um das Feuer zu nähren Es wäre wohl alles einfacher, würde der Wald nicht aus Steinbäumen bestehen.
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

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Livia
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Re: [1003] Leidenschaft und Gift [Livia]

Beitrag von Livia » Fr 8. Dez 2017, 13:58

Unweit von Ramon kam, aus einem dünnen Waldstück, eine Figur. Sie war auf der Pirsch konnte man meinen, bewegte sich vorsichtig und war auch erst relativ nah zu vernehmen - auch wenn sie sich nicht an den Sitzenden anschlich - außerhalb des Waldes wollte sie wohl einfach das Wild nicht zu sehr verschrecken und wirkte ansonsten entspannt.

Eingehüllt war die Figur in starke Gewänder und einen umhüllenden Mantel, in ihrer Hand führte sie einen kleinen Speer. Eine Gugel verbarg ihren Kopf und große Teile des Gesichtes.

Als sie aus dem Wald getreten war, schien sie Ramon zu etwa gleicher Zeit zu bemerken, wie dieser sie. Kurz verharrte sie, dann wanderte sie aber normal weiter, wohl knapp an dem Sitzenden vorbei - oder zu ihm hin?
Den strammen Wintermond hinter sich.

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Ramon
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Re: [1003] Leidenschaft und Gift [Livia]

Beitrag von Ramon » So 10. Dez 2017, 20:13

Die blumigen Noten im Waldgeruch der Wanderin blieben Ramon nicht verborgen, der Mond schien auf ihre Schultern wie ein Glorienschein. Was waren sie nur für Wesen, Menschen wie Kainiten gleichermaßen, das sie stehts Antrieb fanden ? In dunklen Nächten wie diesen, sehnte sich Ramon schon fast nach dem Pflock. Wenn man es recht bedachte war dieser Zustand jener, der dem Gottes am nächsten war. Einfach Beobachter sein, dieses hübschen Augenblicks, indem aus einer grazilen Wanderin eine Jägerin der Artemis wurde. Doch den Nächten würde nicht nur ein Funke fehlen, es würde auch kein Licht mehr geben, keine Freude, keine beglichene Schuld, nur Wissen hätte er angesammelt. Wissen war vielleicht das, was Karthago zu Fall gebracht hatte, doch wissen allein würde es nicht wieder errichten. Für ihn, der das Blut des Syphax in seinen Adern besaß, war es an der Zeit zum Kronos zu werden, um die Nacht wieder leuchten zu lassen. mit dem akzentbelasteten Italienisch, das seine Zunge zu sprechen vermochte, wandte er sich also an die Wanderin, um sie auf Tauglichkeit zu prüfen.

Es ist ein schlechte Zeit für die Jagd.. der Winter und der Krieg ... Nahrung muss erst gesät werden, das gilt auch für die Tiere. In der Stadt findet ihr sicher Nahrung, aber ebenso viele hungrige Mäuler. Ihr solltet euch am besten an die ländliche Bevölkerung wenden, Arbeit gibt es momentan genug, und diejenigen, die Schufterei erlebt haben, neigen eher zu einer angemessenen Bezahlung. Sucht ihr Arbeit ?

Ramon schien gespannt zunächst seinen Monolog fortzuführen, um die Reaktion abzuwarten. Die Frage war dann die offen gezeigt Möglichkeit, auf ihn einzugehen oder ihn bei Seite zu lassen. Beides würde ihre Tauglichkeit spezifizieren.
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

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Re: [1003] Leidenschaft und Gift [Livia]

Beitrag von Livia » So 10. Dez 2017, 23:13

Die Jägerin blickte den Fremden überrascht an. Er sprach sie an, mitten in der Nacht. Sie trat weiter auf ihn zu. Musterte ihn von Oben bis Unten.

"Nicht das Wild lockt mich in die Wälder, Fremder.
Ich bin ob der Meditation hier, ob der Ruhe der Jagd, sich selbst zu finden." Deutlicher wurde, dass es sich um eine Frau handelte.

"Das Fleisch können hungrigere Mäuler haben." Jedoch hatte sie gar keine Beute, die sie verzehren könnte... war sie eine schlechte Jägerin?

"Welche Arbeit gibt es, im Winter, auf den Höfen?" Fragte sie dann etwas verwundert... "Ist es in dieser Zeit nicht auch da schwer, alle Mäuler zu stopfen und es gibt nur wenige vorbereitende Arbeiten zu tun? Die Tagelöhner kommen doch erst zur ersten Ernte wieder in Einsatz?" Was für ein seltsames Angebot hatte der Fremde ihr gestellt? Sie legte den Kopf schräg, schmunzelte, eine Strähne des Haares löste sich aus der schweren Fellmütze. Irgendwie musterte sie den Brujah.

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Re: [1003] Leidenschaft und Gift [Livia]

Beitrag von Livia » Mi 14. Feb 2018, 12:12

Finitus
-- spiel könnte auch gestrichen werden, da kein Inhalt vorhanden --

Zusammenfassung: Livia und Ramon treffen sich im Wald, nach einem Gespräch gehen sie wieder auseinander.

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