[1007] Quo Vadis [Seresa]

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Gib den Code genau so ein, wie du ihn siehst; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smilies
:D :) ;) :( :o :shock: :? 8-) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :geek: :ugeek:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[flash] ist ausgeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smilies sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: [1007] Quo Vadis [Seresa]

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Seresa » Di 24. Apr 2018, 18:47

Seresas Blick war verständnislos auf Titus gefallen, als er davon gesprochen hatte, dass sie ihn hasse, bedauere oder gar verspotte. Ihre Stirn lag in Falten und sie schüttelte den Kopf, als verstände sie nicht, wie er zu solchen Gedanken überhaupt käme. Als der Kappadozianer geendet hatte, schwieg sie für einen kurzen Moment und blickte zu Boden. Dann sah sie sich um und schüttelte leicht den Kopf, bevor sie schließlich langsam und ruhig auf Titus zuschritt. Ihre Hände waren offen und sichtbar. Ihr Körper strahlte keine Aggression aus, als sie versuchte sich zu nähern. Sie schien es schlicht leid zu sein, über den Vorplatz der Kirche zu rufen. Und nachdem er sie nicht zu sich zurückrief, wagte sie den ersten Schritt. Sie wäre stehengeblieben, hätte Titus ein entsprechendes Signal ihr gegeben. Anderenfalls wäre sie bis auf einen angemessenen Abstand zurück zu ihm gegangen und wäre vor ihm stehen geblieben, bevor sie ihm einige Momente schweigend und ruhig in die stahlgrauen Augen geblickt hätte.

„Ich hasse Euch nicht.“

Die Worte waren klar und der Tonfall ihrer Stimme machte deutlich, dass sie exakt das meinte was sie sagte.

„Auch bedauere oder verspotte ich Euch nicht für die Wahl Eures Wegs. Ich gestehe, ich weiß nicht, wie Ihr zu dieser Annahme gelangt, wohlwerter Titus, noch weiß ich, womit ich Euch das Gefühl gegeben hätte, dass ich dies täte.“

Die Brujah blickte ihn für einige Zeit schweigend an, bevor sie den Kopf schüttelte.

„Doch Vertrauen kann nicht erkauft werden, wohlwerter Titus. Es kann nicht erzwungen werden. Es kann nicht erschlichen werden. Es wächst mit der Zeit wie eine zarte, empfindsame Blume. Ständige Zweifel lassen sie verwelken.“

Die Art und Weise wie sie über die Zweifel sprach, legte nahe, dass sie sowohl die seinigen an ihr, wie auch die ihren an ihm meinte. Seresa seufzte leise.

„Ich hatte Euch einst vertraut, wohlwerter Titus, denn ich hatte Raffaele zu Euch geschickt. Ich hatte darauf vertraut, dass Ihr Euch ihm annehmen würdet, wenn ich nicht oder nicht mehr wäre. Dass Ihr ihm helfen würdet einen möglichen Bruch des Bandes zu überstehen.“

Seresa schwieg für einen Moment. Die gesenkte Stimme und der gesenkte Blick spiegelten wieder, weshalb sie sich ihm genähert hatte. Es war schlicht kein Thema, welches man durch die Welt rief.

„Doch war mein Vertrauen zu gering, um Euch die ganze Wahrheit sagen zu können. Ihr musstet mich in Frage stellen, weil Ihr nicht verstehen konntet, weshalb ich tat was ich tun musste und so wurden Eure Zweifel an mir größer.“

Kein Vorwurf lag in ihrer Stimme. Vielmehr klang es wie eine schlichte Darstellung der Tatsachen.

„Ich habe mit Raffaele gesprochen, nachdem Ihr ihn freigegeben hattet. Über die Zeit bei Euch. Ob es ihm gut ergangen sei. Ich weiß, dass Ihr ihm zu trinken gegeben hattet, als er dürstete und litt.“

Ihre Hände öffneten sich.

„So wuchsen die Zweifel auf beiden Seiten weiter, bis schließlich nichts mehr blieb als zwei verhärtete Fronten. Ich wünsche nicht, dass Ihr oder jemand anders mich von dem Band befreit. Denn befreien würde bedeuten, es sei ein Kerker, doch das ist es wahrlich nicht. Ihr habt recht, wenn Ihr sagt, Ihr hättet mich zu nichts gezwungen. Dennoch stellt Ihr eine Forderung an mich, welche ich einzig erfüllen könnte, wenn ich mich freiwillig an Euch oder einen anderen der auf der Via Caeli wandert, binden würde. Denn Ihr sagtet selbst, Ihr werdet mich weder lehren noch irgendwelche Geheimnisse mit mir teilen, solange das Band nicht gebrochen ist. Dabei überseht Ihr bei allem gebotenen Respekt Euch gegenüber jedoch, dass es immer Jene geben wird, die versuchen könnten mir dieses Wissen auf die eine oder andere Art zu entreißen. Unabhängig von einem Band oder nicht.“

Erneut schwieg Seresa bewusst, um ihre Worte nachwirken zu lassen.

„Ich weiß, dass meine Worte Eure Sicht der Dinge nicht verändern werden und dies respektiere ich. Dennoch möchte ich, dass Ihr versteht, weshalb es für mich wirkt, wie es eben für mich wirkt. Denn Ihr traut Euch - trotz Eures eigenen Bandes und den anderen Möglichkeiten Euch jenes Wissen und jene Geheimnisse zu entreißen - dennoch zu, dieses zu bewahren. Mir jedoch verweigert Ihr dieses Vertrauen. Ihr sagt, ich vertraue Euch nicht, doch Ihr tut Selbiges auch nicht.“

Die Brujah schüttelte leicht den Kopf.

„Was also Eure Frage angeht, wohlwerter Titus, was ich tun will, so lautet meine redliche Antwort an Euch: mich in Geduld üben und weiterhin versuchen Euer Vertrauen zu erlangen.“

Ihre Stimme war ruhig, als sie mit dem Kappadozianer sprach.

„Wieder und wieder Euch sagen, dass Ihr Euch irrt, auch wenn meine Worte auf taube Ohren stoßen oder ich für allzu offene Worte Schläge erhalte.“

Der Abdruck seiner Faust von einigen Momenten zuvor, war noch immer deutlich in ihrem Gesicht zu sehen.

„Wieder und wieder zu Euch zurückzukommen, obwohl ich verjagt wurde. Wieder und wieder alleine, unbewaffnet und auf direktem Wege jeden ersten Sonntag im Monat nach San Siro pilgern, um mit Euch zu beten.“

Seresa schwieg für einen längeren Moment, bevor sie schließlich mit den Schultern zuckte.

„Doch es geht nun einmal nicht um mich und das was ich will. Ich verstehe, dass auch Ihr Euch in einer schwierigen Situation befindet, nicht nur auf Grund von mir und meinem Gesuch an Euch, sondern auch auf Grund der absurden Fehde zwischen Euch und meinem wohlwerten Bruder im Blute Ajax.“

Die Brujah schüttelte den Kopf und ihr Gesicht verzog sich, während sie fast verzweifelt mit den Augen rollte, als wollte sie sagen: Stolze, dumme Sturköpfe. Alle beide samt. Dann wurde ihr Blick wieder ernster und sie seufzte leise, bevor sie den Kappadozianer erneut ansah.

„Doch Vertrauen ist keine Blume, die mit einseitiger Liebe wachsen und gedeihen kann. Die Frage lautet deshalb ebenso an Euch: Was wollt Ihr tun, wohlwerter Titus?“

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Titus » Mo 23. Apr 2018, 14:40

Titus schüttelte den Kopf.

"Es ist wahr, ich habe Treue gefordert, doch habe ich sie nicht erzwungen oder sie Dir gar mit einem Blutsband aufgezwungen. Die Via Caeli bedeutet Unterwerfung...nicht unter mich oder einen anderen Sterblichen oder Unsterblichen...sondern unter Gott und seine Gesetze. Mir ist es gleich ob Du mich dafür hasst, bedauerst oder verspottest...es ist die Wahrheit. Der Weg der Könige lehrt, dass man erst lernen muss zu dienen, bevor man herrschen kann. Auf der Via Caeli kann man nicht herrschen...es ist ein unlebenslanger Weg des Dienens."

Titus pausierte.

"Du vertraust mir nicht...verständlich und ich grolle Dir deswegen nicht. Ich hatte versucht mir mit Rafaelles Freilassung ein wenig Vertrauen zu erkaufen, denn es wäre ein leichets gewesen ihn für meine Zwecke zu gebrauchen. Ich könnte Dich, wenn Du es wolltest, von dem Blutsband zu Ajax befreihen, doch das würde unsere Fehde noch weiter vertiefen und ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt so klug wäre. Also sag, Seresa, was willst Du tun?"

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Seresa » Fr 20. Apr 2018, 14:03

Seresa schwieg und schlug die Augen in Richtung Boden. Für einige Zeit blickte sie nur auf das Gras unter ihren Füßen. Schließlich hob sie ihren Blick und sah auf den Kappadozianer.

„Ihr habt absolute und unzerbrüchliche Treue gefordert. Diese war ich bereit Euch zu geben.“

Die Brujah blickte ihn an, schüttelte dann jedoch leicht den Kopf.

„Doch unterscheiden sich unsere Ansichten in dieser Begrifflichkeit.“

Ihre braunen Augen blickten auf den Kappadozianer in der Ferne und sie wirkte traurig.

„Ich war geblendet von der Vorstellung, ich hätte einen freien Willen und würde ihn behalten können. Ich hatte nicht erkannt und nicht verstanden, was die Forderung Eurerseits beinhalten wird. Dass Ihr in der Nacht, in welcher mein Band bricht, da sein werdet und mich dazu auffordern werdet, zu meinem eigenen Besten und zu meinem eigenen Schutz, mich - aus freiem Willen und aus freien Stücken - in Eure bereitgestellten Ketten zu legen.“

Seresas Stimme war ruhig und es lag kein Vorwurf darin. Nur eine bittere Erkenntnis, die ihr scheinbar zu spät gekommen war. Sie schwieg für einen kurzen Moment.

„Und wenn es soweit ist, wohlwerter Titus, was ist es, was Euch dann von meinem wohlwerten Bruder im Blute unterscheidet?! Werdet Ihr mein neuer Götze sein? Wird Euer guter Wille, Eure Fürsorge und Euer Schutz nichts als Heuchelei sein? Wird die Zuflucht, die Ihr mir gewährt, nicht mehr sein als ein Kerker mit Ausgang? Wird Eure schützende Hand das andere Ende der Kette halten, welche ich freiwillig um meinen Hals gelegt hatte und die ich nicht sehen will, weil ich sie für Zuneigung halte?“

Die Anspannung ihrer Kiefermuskulatur war deutlich zu sehen, als sie den Blick senkte und erneut langsam und mit angewidertem Blick den Kopf schüttelte.

„Ihr habt recht, wohlwerter Titus, ich sollte aufhören etwas einfordern zu wollen, dessen Preis ich wahrlich nicht zahlen kann oder zahlen will.“

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Titus » Fr 20. Apr 2018, 12:44

Titus blieb stehen und drehte sich zu ihr um, blickte sie an...abschätzend. All die Anschuldigungen perlten von ihm ab.

"Das Richtige tun..."

Auf seltsame Weise klangen diese Worte ein wenig amüsiert.

"Du hast Dir Zeit erbeten, die habe ich Dir gewährt. Doch habe ich Dir klar und deutlich gesagt, dass ich Dich weder lehren noch irgendwelche Geheimnisse mit Dir teile, solange Du unter diesem Band stehst. Wenn Du nicht dazu bereit bist, das zu ändern, dann ist das Deine Entscheidung, die ich schweren Herzens zu akzeptieren habe, aber meine Meinung zu Ajax, Dir oder meinen Standpunkt werde ich nicht verändern. Und wenn Du zur Abwechslung auch mal ehrlich zu Dir selbst bist, bin ich an dieser zugegebenen schwierigen Situation, in der Du Dich befindest, vollkommen unschuldig. Wenn wir alles Mitleid, Feindseligkeiten und andere Emotionen herrausstreichen, dann ist die Sache ganz einfach. Du hast mich um etwas gebeten, ich habe Dir meine Bedingungen genannt, Du bist nicht willens oder nicht in der Lage sie zu erfüllen. Also hör auf etwas einzufordern, für das Du nicht bezahlen willst oder kannst..."

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Seresa » Di 17. Apr 2018, 00:19

Seresa war stehen geblieben.

„Sagt mir, wohlwerter Titus, was es ändern würde.“

Die Brujah drehte sich zu Titus um.

„Ich sagte Euch, Ihr irrt Euch in ihm, denn er zwingt mich zu nichts und schreibt mir nichts vor. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir. Ich warnte Euch, dass sie versuchen könnten Euch durch meinen Verstoß abzusetzen. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir. Ich habe mich an Eure Forderungen gehalten und unter dem Deckmantel des Schweigens und auf meine Kosten für Euch bei meinem verehrten Ältesten um eine Audienz ersucht, weil ich wusste, dass die Kosten vermutlich nicht tragbar wären für Euch. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir. Ich sagte Euch bereits, mein Glaube ist nicht von ihm. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir. Ich sagte Euch, Ihr müsst mir nicht daran erinnern, was absolute und unzerbrüchliche Treue ist und dass ich um die Folgen eines Treuebruchs nur allzu gut weiß. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir. Ich habe Euch niemals belogen, noch habe ich Euch verschwiegen was geschehen war, auch wenn ich es hätte tun können. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir. Ich kam Monat um Monat alleine, unbewaffnet und auf direktem Weg, um mit Euch zu beten. Dennoch zweifelt Ihr weiter an mir.“

Seresa schüttelte leicht den Kopf.

„Und selbst wenn ich Euch nun sagen würde, dass er mich aus dem Band entlassen hätte - denn er würde es ohne Zweifel tun, wenn ich es wollen und ich ihn darum bitten würde - dann würdet Ihr dennoch erneut weiter an mir zweifeln. Denn Zweifeln ist es, was Ihr mir gegenüber tut, egal was ich tue. So stark und so sehr, dass Ihr bei Euren Zweifeln geflissentlich überseht und übergeht, dass auch Ihr gebunden seid. Was also ist es, was Euch wahrlich davon abhält das Richtige zu tun, wohlwerter Titus? Ist es Hochmut, die Überschätzung des Seins Superbia, die Überheblichkeit oder ist es Faulheit, die faulende Frucht Acedias, der Trägheit des Herzens?“

Fragend war ihr Blick auf den Kappadozianer gerichtet und Anklage lag sowohl in ihren Augen, wie auch in ihrer Stimme.

„Schiebt keine Floskeln vor euer Herz und speist mich nicht länger mit billigen Ausreden ab. Ihr wollt nicht das Richtige tun… oder?“

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Titus » Mo 16. Apr 2018, 21:57

Das was Seresa nicht sehen konnte, da sie ihm den Rücken zugedreht hatt, dass er erneut einen Blick gen Himmel tat und den Kopf schüttelte. In seinen Worten, die er sprach, nicht laut, aber laut genug, dass sie sie verstand, lag ein Ton, so als würde man mit einem trotzigen Kind reden.

"Wenn dem so ist, dann bitte ihn Dich aus dem Band zu entlassen..."

Das würde sie nie tun und das gab Titus recht. Titus wandte sich seinerseits um und betrat erneut die Kathedrale.

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Seresa » Mo 16. Apr 2018, 17:49

Aus kalten braunen Augen betrachtete Seresa einen Moment lang schweigend die Geißel. In ihren Augen spiegelte sich noch immer das Adrenalin des Kampfes wieder. Ihre Hände formten sich zu Fäusten und ihre Fingernägel bohrten sich tief in ihre Haut. Dann fiel ihr Blick auf den Ort in welchem sie sich befanden und schließlich verneigte sie das Haupt vor Titus, nur um danach drei Schritte rückwärts zu schreiten und sich scheinbar ohne weitere Worte des Abschieds umzudrehen. Nach zwei weiteren Schritten erklang jedoch ihre Stimme, während sie weiter ruhigen Schrittes in Richtung des geschlossenen Eingangstors des Kirchenvorplatzes ging.

„Dennoch irrt Ihr Euch, wohlwerter Titus.“

Als sie sprach war ihre Stimme voller tiefer Überzeugung, doch sie drehte sich während sie sprach nicht zu der Geißel um oder suchte gar ihren Blick. Stattdessen war ihr ungeschützter Rücken zu ihm gewandt. Dann schüttelte sie leicht den Kopf. Er hatte ihr geboten zu gehen und das tat sie. Er hatte jedoch nicht gesagt, dass sie dieser Aufforderung schweigend nachkommen sollte und so überließ es die Brujah dem Kappadozianer, wie er mit ihren Worten und ihrem Verhalten umgehen wollte.

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Titus » Mo 16. Apr 2018, 15:57

Titus nickte.

"Verständlich und vernünftig."

Dann verschränkte er die Arme vor der Brust, Seresa würde die nun folgenden Worte dann in dem Zusammenhang richtig einordnen können.

"Das nächste Mal, wenn Du mir drohst, wirst Du nicht mit einem blauen Auge davon kommen...und nun geh."

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Seresa » Do 12. Apr 2018, 18:54

Für einen kurzen Moment stand die Brujah einfach nur da und sah Titus an. Dann nahm sie den Funken des Respekts in seinen Augen wahr und sie verneigte respektzollend ihr Haupt vor der Geißel Genuas. Eine Verneigung, die in eine leichte Verbeugung überging. Eine Geste, welche sie einige Augenblicke hielt. Eine nonverbale Anerkennung seiner Aussage, seiner Handlung, seines Amtes, aber vor allem von ihm selbst.

Dann richtete sich die Brujah wieder auf. Ihr Blick ging kurz auf die Stelle, welche der Kappadozianer zuvor gerieben hatte, doch weder in ihrem Gesicht, noch in ihrer Haltung spiegelte sich offenkundiges Bedauern darüber wieder. Auch schien sie sich dafür nicht entschuldigen zu wollen. Stattdessen stand sie erneut aufrecht und sah dem weitaus größeren, kräftigeren und zäheren Mann in die stahlgrauen Augen.

„Mir wurde beigebracht keine Drohungen auszusprechen, für die ich nicht gewillt bin einzustehen und für die ich nicht unabhängig jedweder möglichen Konsequenzen bereit wäre zu kämpfen.“

Als sie gesprochen hatte, war ihre Stimme noch immer leidenschaftlich, aber nicht länger aggressiv. Ihre spitzen Fangzähne waren verschwunden, doch ihr Gesicht zeigte noch immer die Spuren, welche die Faust des Kappadozianer auf ihm hinterlassen hatte.

Re: [1007] Quo Vadis [Seresa]

von Titus » Do 12. Apr 2018, 00:43

Titus Blick verfinsterte sich auf Grund dieser Anmaßung und Zorn verzerrte sein Gesicht. Augenblicklich ballte sich seine rechte Faust und die flog unheilvoll auf Seresas Gesicht zu. Diese duckte sich jedoch elegant und geistesgegenwärtig unter dem Schlag weg und brachte ein wenig Abstand zwischen sich und dem wütenden Kappadozianer. Dieser stürmte ihr hinterher und setzte zu einem zweiten Faustschlag an, der erneut ihrem Gesicht galt. Diesmal war sie so schnell, dass Titus sie kurzzeitig aus den Augen verlor. Als er sie einen Augenblick später wieder in den Fokus rückte nutzte er die Kraft seines Willens, um ihren untoten Körper zu manipulieren, der sich plötzlich sehr steif und unbeweglich anfühlte. Doch Seresas katzenhafte Geschicklichkeit und die Kraft und Geschwindigkeit ihres Brujahblutes reichten aus, um erneut einem Schlag des Kappadozianers auszuweichen. Doch beim nächsten Schritt schien sie die eigenartige Lähmung, die in ihre Glieder gefahren war zu unterschätzen und kam aus dem Tritt und dies rächte sich, als der vierte Schlag auf sie nieder ging und ihr Gesicht traf. Der untote Körper der Kainitin war zwar hart im nehmen, doch blieben blaue Flecke auf dem Gesicht zurück. Titus setzte nach und der nächste Faustschlag traf ihren rechten Rippenbogen und diesmal knackte es deutlich hörbar, als eine der Rippen nachgab.
Nun wurde es Seresa zu bunt und ging zu Gegenangriff über. Der erste Schlag in Richtung seines Brustkorbes traf zwar, doch war sie von den zwei Schlägen, die Titus ihr verpasst hatte noch aus dem Tritt gekommen und auch die Lähmung in ihren Gliedern hielt noch an, so dass der Schlag keine Wirkung entfalten konnte. Doch plötzlich war ihr Körper wieder von der Zange der Todesmagie frei und ihre Bewegung gewannen wieder an Kraft und Geschwindigkeit. Mit übermenschlicher Kraft hieb sie mit der Faust in Richtung der Magengrube. Überraschte versuchte Titus den Schlag abzublocken, doch er vermochte es diesen mächtigen Fausthieb nur unzureichend abzubremsen. Mit voller Wucht traf die Faust in Titus Magengrube und ... nichts ... dieser Schlag hätte einem Menschen alle Knochen im Leib gebrochen und Seresa hatte eher das Gefühl auf einen Fels eingeschlagen zu haben, aber Titus zuckte nichteinmal. Jedoch schien er von der Stärke dieser kleinen Person sichtlich überrascht zu sein und zögerte. Seresa hielt inne, wich zwei Schritte vor ihm zurück und zögerte ebenfalls.

Titus griff sich mit der rechten Hand an die Stelle, wo Seresa ihn Augenblicke zuvor getroffen hatte und rieb sie ein wenig. Ein gewisser Respekt mischte sich in seinen Blick, als er Seresa ansah.


"Zumindest stößt Du keine leeren Drohungen aus..."

Die Stimme war zwar immer noch knurrig, doch machte er nicht den Eindruck, dass er den Kampf wieder aufnehmen wollte. Seine Antwort auf die Aufmüpfigkeit hatte er gesetzt. Auch wenn Seresa ihre Haut wahrlich nicht billig verkauft hatte.

Nach oben