[1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

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Re: [1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

von Vergonzo Faro » Fr 17. Nov 2017, 13:28

Das war seine Chance, sie würde es begrüßen oder ihn rauswerfen, aber er konnte nicht anders. Just in dem Moment als sie ihre roten weichen Lippen auf seine Wange drücken wollte, wandte er ihr ruckartig das Gesicht und somit seine Lippen zu, gefolgt von einem ebenso schelmischen Grinsen. Die anderen Anwesenden nahm er nicht mehr wahr, nur die Schönheit in Persona, welche grade so nahe bei ihm stand.

"Ich bin sehr gespannt darauf deine Gäste kennen zu lernen." flüsterte er leise, als er sich dann wieder darauf besann das sie nicht alleine hier im Raum standen.

Als sie die magischen Worten wir gehen nach oben benutzte bebte er innerlich und ließ sich willenlos mit ziehen, wohin auch immer sie ihn führen wollte, selbst wenn es die Schlachtbank gewesen wäre, denn bereits jetzt war es ihm egal,...sie war da,....Caterina hatte er verloren, nicht halten oder helfen können und es schmerzte noch immer so wie am ersten Tag, aber Sie war noch da...direkt vor ihm...
So taumelte er mehr hinter ihr her, angezogen von den Wünschen und Geheimnissen von 1001 Nacht...

Re: [1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

von Sousanna » Mi 15. Nov 2017, 17:32

Einen Augenblick schmiegte sie sich an ihn. Schien diese verlogene Form der Nähe zu genießen. Und als er ihr diese Rose überreichte, gemeinsam mit den unendlich poetischen Worten, errötete sie tatsächlich. Sehr ansehnlich schlug sie die Augen nieder und schenkte ihm ein Lächeln beinahe noch zarter als jene Rose, die sie an ihren Busen drückte als sei sie ihr größter Schatz.
Natürlich hatte sie dieses Flackern nicht nicht bemerkt, doch heute Nacht würde ohnehin keine Nacht der großen Worte sein und sein Charme übertünchte, den hässlichen kleinen Gnom hinter der Maske.

"Oh, du bringst mich ganz in Verlegenheit", hauchte sie ihm zu und stellte sich auf die Zehenspitzen, um dem Verkleideten einen raschen Kuss auf die Wange zu drücken, ehe sie schelmisch grinste und ihn bei der Hand nahm, um ihn durch die Menge zu ziehen. "Ich muss dir einige andere meiner Gäste vorstellen - und dann gehen wir nach oben." Was auch immer oben war, es ließ sie verschwörerisch vor sich hingrinsen und verlieh den dunklen Augen den Ausdruck sündhafter Geheimnisse.

Re: [1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

von Vergonzo Faro » Di 14. Nov 2017, 19:59

In männlicher Manier schlang er einen kräftigen Arm um ihre schlanke Taille, leicht zu tief angesetzt, vermutlich mit Absicht.
Die andere Hand hinter dem Rücken versteckt. Sein Gesicht vergrub sich lange in ihrem Hals und er atmete eben so lange ihren Duft ein.
Als er sich nach gefühlten Momenten der Ewigkeit von ihr lösen konnte lächelte er sie charmant an und zauberte hinter seinem Rücken eine einzelne Rose hervor.
"Ich habe etwas gefunden, das beinahe deiner unperfekten Unvollkommenheit gleicht,... diese Rose, dunkelrot wie das Elixier welches in deinen Adern pumpt und deine Wangen so fein erröten lässt, der liebliche Duft der frischen Sommerwiese wenn der Tau sie noch sanft liebkost, sowie die Dornen, die einen Stechen und das Blut aus deinem Körper fließen lassen, was jedem passiert so er dich enttäuschen oder verschmähen sollte....danke für deine Einladung, ich bin aufs tiefste beglückt, schon jetzt." hauchte er ihr sanft hinüber.
Doch was war das? bei jedem Wort, jedem Satz den er sprach flackerte für kurze Momente die ausgesprochen Gutaussehende Maske vor ihr und zeigte das wahre Antlitz des buckligen Monsters und Baumeisters von Genua. Jedes mal wenn ein Wort seinen Mund verließ, war er zu sehen, der entstellte Gnom, die verzerrte Fratze vom Blute der Nosferatu,...und er, er schien es nicht mal zu bemerken diesen Makel...selbstsicher und zufrieden geschützt von seiner Maske stand er da und verhielt sich sorgenfrei,...doch konnte die Maske ihn nicht verbergen, nicht wenn er das Wort ergriff....

Re: [1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

von Sousanna » Fr 10. Nov 2017, 11:19

Eine ihrer neuen, hübschen Freundinnen - überraschend wie schnell eine seit Jahrzehnten Tote Freundschaften schloss - hatte ihr inzwischen ins Ohr geraunt, dass ein gutaussehender Mann sich als jener besondere Gast angekündigt hatte, von dem Sousanna ihr erzählt hatte. Sofort blitzte ein strahlendes Grinsen auf den anmutigen Zügen auf und nach einem dankbaren Kuss auf die Wange für die Botin stürzte sie sich in die Menge, den eben beschriebenen Gast zu suchen.

Dieser würde den Duft nach Rausch, nach Betörung und Verlockungen hier viel stärker wahrnehmen. Jemand hatte Wände und Decke mit bunten Tüchern aus exotischen Stoffen abgehängt und von irgendwoher drang Musik. Fremdartig und doch oder vielleicht gerade deshalb lockend, sphärisch, ja Freuden und Geheimnisse verheißend. Tatsächlich schien der Türsteher durchaus gute Arbeit zu machen. Hier war kein Pack und kein Adel zu finden - und dennoch war es die hohe Gesellschaft, die sich hier versammelt hatte. Die hohe Gesellschaft der Banden und Verbrecher. Jene, als Königin seine Freundin sich vor einiger Zeit bezeichnet hatte.
Recht viel mehr Zeit sich umzusehen, würde dem Blonden allerdings nicht bleiben, denn ein geschmeidiger, wohlgeformter Körper warf sich geradezu an ihn heran, fasste ihn in eine freudige Umarmung und duftendes, braunes Haar kitzelte ihn in der sonst so knubbeligen Nase.
"Oh, es ist schön, dass du gekommen bist, lieber Freund." Ein ebenmäßiges Gesicht mit großen, heute vorfreudig funkelnden Rehaugen grinste zu ihm auf.

Re: [1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

von Vergonzo Faro » Do 9. Nov 2017, 15:17

Der durchaus als gutaussehend zu bezeichnende Mann eilte schnellen Schrittes durch die Gassen.
Sein sanft nach hinten gekämmtes blondes halblanges Haar flatterte leicht im Wind und seine sportliche Statur von ca. 1,75m trug ihn seltsam langsam voran, anders als man es bei dieser stattlichen Statur erwartet hätte.
Er war gut gekleidet, eine passgenaue enge Hose von dunkelbraunem Stoff trennte die beinahe schwarzen Stiefel vom rötlichen Hemd. Dieses war recht locker geschnitten und der V-Ausschnitt entblösste seine kräftige Brust. Die Ärmel hochgerempelt, näherte er sich reichlich Spät dem Hauptquartier der bezaubernden Sousanna.
Als er sein Ziel erblickte, funkelten seine grünen Augen und er entblösste freudig lächelnd seine hellen Zähne, welche von einem markanten Kinn und wohlgeformten Wangenknochen eingerahmt würden. Dann vernahm er den Duft, der von diesem Ort in seine Richtung schwellte. Er hob die Stubsnase etwas höher in die Luft und atmete diese Essenz der Freuden mit geschlossenen Augenlidern ein.

Er fand recht schnell den abgeranzten Typen, der zu dem er sollte,...die Losung hatte er sich gemerkt.
Er schaute sich kurz um, und ging dann direkt auf ihn zu.

Dieser schaute kurz hoch, spuckte etwas flüssiges braunes aus und sprach dann eindringlich leise mit rauer Stimme:"Wat willste hier?"
Der blonde Schönling lächelte charmant und antwortete mit ebenfalls rauem Ton:"Nach dem letzten Kampf war meine Hand blutüberströmt."
Der Türsteher riss die Augen auf, klapperte mit diesen ungläubig, wich etwas zurück, rieb sich die Augen und schüttelte sich kurz.
Dann schaute er irritiert sein Gegenüber erneut von oben nach unten an,nickte vorsichtig und liess den Blonden passieren mit den Worten:"Aha, mal wieder in der Nase gebohrt, wie?"
Dieser erwiderte das Nicken und trat an ihm vorbei, hinein in das Getümmel, getrieben vom Gefühl etwas Besonderes zu sein, da er einer der wenigen ausgewählten.

[1003] Der Märkte runder Wirbel [Vergonzo]

von Sousanna » So 5. Nov 2017, 12:31

War die Stadt und ihre Bewohner auch geplagt vom Krieg, der Drang nach Feier und Belustigung war nun kaum mehr zu bezähmen. Weder bei den Sterblichen, noch bei jener Dame aus Byzanz, die sich nach Monaten der Plage und des sich den Kopf zermarterns nach nichts anderem mehr sehnte, als endlich einmal die bösen Sorgen abzuschütteln und in den Strudeln des Rausches und der Freude zu versinken.
Sie hasste den Krieg. Verabscheute Politik und all jene Wesen, die sie in den letzten wie Parade des Grauens auf ihrem Weg aufgebaut hatten. Widerwärtig waren sie, diese Untoten. Widerwärtig und falsch. Sie war sich einmal mehr bewusst geworden, weshalb es klug war, ihresgleichen zu meiden - und zugleich hatte man Köder ausgelegt, denen sie nicht einfach so entsagen konnte.

Sousanna brauchte einen klaren Kopf - und den bekam man eben am Besten, wenn die Gedanken vernebelt wurden. So waren die Ihren schon seit Tagen auf den Beinen, alles zu besorgen, was ihr Herz und das der ihren begehren mochte. Ihr Hauptquartier würde sich in eine Hochburg der Sünde verwandelt. Für eine Nacht würden hier die Träume jedes verdorbenen Geistes wahr werden. Für eine Nacht würde sie selbst die Herrin der Sünden sein.
Geladene Gäste würden kommen, die sich zu benehmen wussten. Spielleute, Huren und Künstler. Handverlesen von der Ravnos, einzig und allein mit dem einen Ziel: Das nahende Verderben zu vergessen und das pochende, drängende Herz mit Leben zu füllen. Leben, das bereits am nächsten Tag erloschen sein mochte. Doch es galt für eine Nacht aufzuleuchten. Zu strahlen und zu flackern. Wen kümmerte es, was danach kam? Eine Nacht der Freude wog jenes räudige Leben voller Leid auf.

Nur zwei andere Kinder des Kains würden in diese, ihre Traumwelt eintauchen. Zwei weitere Sünder. Die beiden Söhne der Nacht, denen sie in diesen Sturm durchwühlten Zeiten noch am ehesten Vertrauen entgegenbrachte, wenn man am Ende völlig benebelt vom berauschten Blut auf weichen Seidenkissen lag. Ihr Blutsvater und der kleine, hässliche Nosferatu würden ihr in dieser Nacht mit all ihrem Schalk und ihrer Raffinesse zur Seite stehen.
Der eine, war bereits da, hatte ihr bei ihren Vorbereitungen geholfen und sich bereits unters feiernde Volk gemischt - und der andere sollte bald aufschlagen. Jedoch wusste sie nicht, in welcher Gestalt er es tun würde.

So schweiften die braunen Augen neugierig über die Menschen, die sich bereits in dem von bunten Tüchern verhangenen Raum tummelten in freudiger Erwartung ihres Gastes, während sie entspannt und in lässiger Schönheit an einem der Tische lehnte. Auch sie war in buntes Gewand gehüllt, ganz wie bei jenem Tanz in der Therme, bei dem Vergonzo und sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Das Haar umrahmte ihre ebenmäßigen Züge in einer unfassbaren Eleganz, schien weich und duftend dazu einzuladen, es anzufassen. Und ihre Miene spiegelte jene unbändigbare Vorfreude wieder, die sie dabei empfand, sich und ihrem alten Freund vielleicht auch eine kleine Freude zu bereiten.

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